Babonia feilt am Feinschliff für den Abensberger Fasching

Von Wolfgang Abeltshauser · 11. November 2025 um 15:00

Die Gardetänzerinnen der Babonia Abensberg kommen in diesen Tagen gehörig ins Schwitzen. Denn die Vorbereitungen für die Faschingssaison, die in der Babonenstadt am 15. November startet, laufen mit vielen Trainingseinheiten auf Hochtouren. Es gibt viel Grund für Optimismus in den kommenden Monaten.

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Es ist kurz vor 18.30 Uhr in der Turnhalle der Abensberger Mittelschule. Ein paar Nachzüglerinnen der Gardemädchen der Babonia sind gerade noch zur Tür hereingeschneit, schnüren sich ihre Schuhe, bevor das Training beginnt. Noch bleibt ein wenig Zeit für einen kleinen Ratsch, dann geht es zum gemeinsamen Dehnen. Anstrengende zwei Stunden stehen ihnen bevor. Derzeit trainiert die Gruppe zweimal in der Woche, dabei wird das gesamte neue Tanzprogramm durchgearbeitet.

Grundsätzlich ist Trainerin Nora Aunkofer guter Dinge. Für den Faschings-Auftakt am 15. November ab 11.11 Uhr auf dem Stadtplatz, bei dem laut Sophia Reber, Präsidentin der Kinder- und Jugendgarde, unter anderem das Prinzenpaar vorgestellt wird, sieht Aunkofer ihre Truppe gut gerüstet. Letztendlich gibt es ja für die große Garde keine Trainingspause. Einmal in der Woche wird immer geübt. Nur die Nachwuchsgarden haben laut Reber und Aunkofer nach Fasching immerhin Pause bis Ostern.

Inthronisation wieder in der Judohalle in Abensberg

Allerdings zeigt die Babonia beim Auftakt den Sommertanz, der bei einigen Anlässen in den vergangenen Monaten aufgeführt wurde. Da sitzen die Schritte sicherlich längst. „Derzeit geht es im Training vor allem um den F einschliff für die neuen Tänze für die Faschingssaison“, erklärt Aunkofer. Ein wenig Zeit dafür ist ja noch, denn erstmals werde dieses Programm samt Motto und Details wie Kostüme bei der Inthronisation am 27. Dezember in der Judohalle präsentiert. Mittlerweile sei dabei laut Reber allein schon die Menge der Gäste, die familiären Bezug zu den Mitgliedern der verschiedenen Formationen der Babonia haben, so groß, dass Abensberger Festsäle dafür eigentlich schon zu klein seien.

Bei den Übungseinheiten hat Trainerin Nora Aunkofer (vorne links) das Heft in der Hand. Der Spaß kommt dabei aber sichtbar nicht zu kurz. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Der erste Trainingsblock ist zu Ende, die gesamte Garde muss hörbar erst einmal Atem holen. Bei so einem Tanz kann man ganz schön außer Puste kommen, obwohl alle 16 Mitglieder ja durchaus trainiert sind. „Ja, Ausdauer braucht man dafür schon“, betont Magdalena Maier, die schon als junges Mädchen mit dabei war. Spezielles Training in Sachen Kondition gebe es allerdings keines. „Das kommt mit den Tänzen und Auftritten automatisch“, steuert Reber noch aus eigener Erfahrung bei, die bis vor zwei Jahren selbst noch mitgetanzt hat.

Ein wenig Lampenfieber gehört dazu

Noch sind rund sechs Wochen hin bis zum Auftakt mit dem neuen Programm, trotzdem steige schon etwas die Anspannung an. „Um ehrlich zu sein, werde ich davor schon ein wenig nervös sein“, gesteht Maier ein. „Aber das geht normalerweise sofort weg, wenn wir erst einmal zum Tanzen begonnen haben“, ergänzt Gardekameradin Celina Semmler. Und die Freude auf die närrische Zeit trübt das ohnehin nicht. Jetzt ist die Zeit für Unterhaltungen aber schon wieder vorbei, Aunkofer und ihre beiden Trainerkolleginnen Ayleen Hönig und Daniela Kiermeier rufen die nächste Übungseinheit auf.

Die Hälfte des Trainings der Babonia findet in der Mittelschule statt, der andere Teil in den Räumen am neuen Stadion. - Foto: Wolfgang Abeltshauser

Reber schaut sich das alles mit zufriedenem Gesicht an. In der Tat könne die Faschingssaison kommen. Schon allein deshalb, weil die Abensberger Faschingsgarde anscheinend Probleme nicht hat, über die viele andere Vereine regelmäßig klagen. Zu wenig Nachwuchs gibt es nicht für den Abensberger Fasching. „Wir müssen eher überlegen, ob wir all die Kinder, die mitmachen wollen, unterbringen“, stellen Reber und Aunkofer fest.

Und da selbstverständlich niemand heimgeschickt werde, gebe es in diesem Jahr drei verschiedene Nachwuchsgruppen, die alle in dieser Faschingssaison auftreten werden. An die 80 aktive Mitglieder ab dem Kindergartenalter gibt es laut Reber derzeit. Die alle zu betreuen, helfen mittlerweile auch schon einige der gestandenen Gardetänzerinnen mit, ohne die das auch gar nicht gehen würde. „Und beim Prinzenpaar mussten wir heuer sogar eine Auswahl treffen, weil es mehrere Bewerbungen dafür gab.“

Wie intensiv die kommende Faschingssaison wird? Diese Frage vermag Reber derzeit noch nicht zu beantworten, da die Anfragen für Auftritte erst allmählich hereinflattern würden. „Aber es gibt halt immer weniger Faschingsbälle“, bedauert die Babonia-Präsidentin. Und solche würden dann doch das Gros der möglichen Auftritte ausmachen. Sicherlich gebe es immer wieder mal Buchungen von Privatleuten. „Das sind dann aber immer Leute, die schon vorher eine spezielle Bindung zu uns haben - etwa Ehemalige.“

Wichtige Faschingstermine in Abensberg

Jetzt aber ist der Blick erst einmal auf Samstag gerichtet, wenn die Babonia auf dem Stadtplatz den Fasching ausruft. Wie gesagt wird dort das erste Faschings-Geheimnis, das des Prinzenpaares, gelüftet. Außerdem muss Bürgermeister Bernhard Resch den Rathausschlüssel herausrücken. Danach gibt es im Lokal Kuchlbauer ein Rahmenprogramm mit den angesprochenen Tänzen, die das Stammpublikum schon kennt.

Sophia Reber kündigt an, dass ab sofort per Mail unter babonia-abensberg@gmx.de Karten für den Inthronisationsball am 27. Dezember in der Josef-Stanglmeier-Halle reserviert werden können. Der einfachste Weg wäre dann, diese an der Abendkasse abzuholen und zu bezahlen. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Eine Tanzshow mit allen Babonia-Gruppen und auch Gästen von außerhalb findet am 11. Januar ab 13 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle statt. Es sei laut Reber mittlerweile eine schöne Angewohnheit, einmal in der Saison außerhalb des Ballgeschehens die aktuellen Tänze zu zeigen. Eintritt muss dafür keiner bezahlt werden. Der Kinderfasching der Babonia steigt nach ihren Worten am 6. Februar im Cabrizio in Offenstetten.