Regensburgs Bischof Vorderholzer bleibt bei seinem „Nein“

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer bleibt bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem sogenannten Synodalen Weg. Das bekräftigte ein Sprecher des Bistums auf Anfrage der Mediengruppe Bayern. Die Diözese sei nicht Mitglied in einem dafür gegründeten Verein, hieß es. Der Bischof würde demnach auch nicht bei dem ab 21. November in Fulda tagenden Synodalen Ausschusses teilnehmen.
Vier Oberhirten dagegen
27 Diözesen gibt es in Deutschland. Die Bischöfe und Weihbischöfe sind Mitglied in der Deutschen Bischofskonferenz. Rechtlich organisiert sind die deutschen Bistümer über den Verband der Diözesen Deutschlands. Darin haben die Bischöfe bei der Finanzierung ein Veto-Recht. Das nutzten die Bischöfe aus Passau, Regensburg, Eichstätt und der Kölner Kardinal und verhinderten die Gründung eines Ausschusses, finanziert von der Bischofskonferenz. Daraufhin taten sich die anderen deutschen Bischöfe zusammen und gründeten ein eigenes Gremium. Sprecher Dr. Stefan Groß verwies darauf, dass das Bistum Regensburg nicht Mitglied ist.
Daraufhin gründeten jene Bistümer, deren Bischöfe für die Fortsetzung des Synodalen Weges waren, einen separaten Verein. „Bischof Voderholzer ist weder Mitglied in diesem Verein, noch Mitglied im Synodalen Ausschuss“, teilte Voderholzers Sprecher mit. Und weiter: „Deshalb kann er auch nicht an einer Sitzung dieses Gremiums teilnehmen.“
Die Fortsetzung des Synodalen Weges einerseits, aber auch die Ablehnung der dafür gegründeten Gremien andererseits markiert eine Spaltung innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland. Voderholzer steht dabei neben Bischof Stefan Oster aus Passau, dem inzwischen emeritieren Bischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt, zeitweise Bischof Bertram Meier aus Augsburg sowie Rainer Maria Kardinal Woelki aus Köln gegen die Fortsetzung des Synodalen Weges. Grund dafür sind offenbar völlig unterschiedliche Auffassungen darüber, wie die Rolle eines Bischofs verstanden wird.
Der Synodale Weg sollte als Antwort auf die Erschütterungen des Missbrauchsskandals die Mitsprache von Laien in der Führung der Diözesen implementieren. 2023 sollte daraus ein Synodaler Ausschuss gegründet werden, der einen sogenannten Synodalen Rat vorbereiten sollte.
Die vier Bischöfe lehnten das nicht nur ab. Sie haben dabei auch die Unterstützung von Rom. Denn die Oberhirten wandten sich auch an den Papst, der damals Franziskus hieß, um zu erfragen, wie ein solches Gremium zu werten sei. Präsidenten des Ausschusses sind allerdings zwei wichtige Figuren in der Kirche, nämlich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sowie Irme Stetter-Karp, die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.
Tagung ab 21. November
Ab 21. November kommen nun für zwei Tage Mitglieder des Ausschusses zusammen. Dabei geht es unter anderem um die Satzung einer geplanten Synodalkonferenz als bundesweites synodales Gremium sowie Beratung von Eckpunkten für deren Geschäfts- und Wahlordnung, wie es in der Einladung heißt. Die vier Bischöfe, die sich gegen den Ausschuss stellten, verwiesen noch im Frühjahr auf die „Stoppschilder“ aus Rom. Darauf beriefen sie sich auch in einem Brief im Mai an Bätzing und Stetter-Karp. Darin hieß es wörtlich: „Wir betrachten uns weder als Mitglied noch als Träger des synodalen Ausschusses und sind es de iure auch nicht. Dieser wird getragen vom ZdK und einem dafür gegründeten Verein einiger Bistümer in Deutschland.“