Beim Ritterkranzl Furth im Wald: Ritterschmied Willi Späth tritt ab

Willi Späth war über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Further Drachenstichs. „Du hast eine Ära geprägt“, sagte Bürgermeister Sandro Bauer im Rahmen seiner Verabschiedung. Jetzt geht der Ritterschmied in Festspielrente.
38 Ritter hat Späth ausgebildet, ihnen reiten und den Umgang mit der Lanze beigebracht. Außerdem die Pferde für den großen Kampf gestellt. Er sei mitverantwortlich dafür, dass der Drachenstich heute ist, was er ist, so Bauer.
„Das ist eine Jahrtausendleistung. Man kann sich gar nicht vorstellen, was da alles dahintersteckt“, sagte Dr. Michael Igl, der als ehemaliger Ritter zusammen mit vielen Gleichgesinnten zur Verabschiedung gekommen war. Er stellte im Namen aller heraus: Der Lehrmeister habe es immer wieder hingebracht, unerfahrene junge Männer zu Rittern zu machen. „Du warst der wichtigste Mann für uns.“ Späth habe dabei aber nicht nur die Grundlagen für das Festspiel gelegt, sondern seinen Schützlingen auch immer klar gemacht, was es bedeutet, ein Ritter zu sein.
Es habe immer wieder auch Neider gegeben, die Zeit war nicht immer leicht. „Aber du warst immer für uns da, auf dich war zu 1000 Prozent Verlass.“ Einen Dank sendete Igl auch an Späths Ehefrau Anni. Sie sei mit ihrer Geduld und ihrem Verständnis auch eine wichtige Stütze gewesen. „Wenn es pressiert hat, hat sie uns auch noch das Tanzen gelernt“, so der Laudator. Zur Erinnerung gab es ein großes Fotoalbum sowie ein Schwert, auf dem alle Ritternamen eingraviert sind.