Halloween in der Region: Polizeieinsätze wegen verbotener Böller und Schlägereien

Von Friederike Klett · 1. November 2025 um 10:16

Die Halloween-Nacht in der Region hat ein viele Einsätze mit sich gebracht. Das teilten die Polizeipräsidien mit. Trotzdem waren die Beamten mit einigen Einsätzen gefordert.

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Das Einsatzgeschehen in der Halloween-Nacht habe sich in den Gebieten der Präsidien Oberbayern Nord, Mittelfranken und Schwaben Nord nur geringfügig von dem einer anderen Freitagnacht unterschieden, teilten die Sprecher der Mediengruppe Bayern jeweils mit. „Menschen, die betrunken sind, schlagen sich nun mal“, sagte ein Beamter vom Präsidium Mittelfranken.

Im Gebiet des Präsidiums Oberbayern Nord ist es zu insgesamt 471 Polizeieinsätzen gekommen. Im vergangenen Jahr waren es 411. Leicht zurückgegangen – von 71 auf 68 – sind die Ruhestörungen. Außerdem habe es acht Fälle von Sachbeschädigung mit einem Gesamtschaden von etwa 2000 Euro gekommen.

So war die Halloween-Nacht in der Oberpfalz: Körperverletzungen und Brand durch Böller

Stärker zurückgegangen sind die Handgreiflichkeiten und Körperverletzungen. Im vergangenen Jahr gab es noch 18 leicht verletzte Personen, in diesem Jahr waren es nur neun. Bei zwei Einsätzen wurden auch Beamte angegriffen, dabei wurde aber niemand verletzt, so das Präsidium.

Verbotene Böller im Landkreis Kelheim

In Elsendorf im Landkreis Kelheim waren fünf Jugendliche mit verbotenen albanischen Böllern unterwegs. Die Polizisten wurden gerufen, weil die Jungs Eier auf eine Hausfassade geworfen hatten und nahmen dann die heftigen Detonationen der Feuerwerkskörper wahr. Die Gruppe von Jugendlichen floh auf E-Scootern vor dem Streifenwagen, allerdings konnten die Beamten den Jungen festhalten, der die illegalen Böller bei sich hatte.

In Mittelfranken machte dagegen eine Mutter eine gefährliche Entdeckung. Sie hat in der Halloween-Süßigkeit ihrer Tochter einen zwei Zentimeter langen Nagel gefunden. Das zwölf Jahre alte Mädchen habe das kleine Schokoladen-Ei mit Füllung beim von Tür zu Tür gehen in Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach) gesammelt, teilte die Polizei mit.

Polizei ermittelt wegen Nagel im Schoko-Ei

Die Polizei ermittle nun, wie der Nagel in den Schokoladenbon gelangte. Es sei nicht auszuschließen, dass er absichtlich hineingesteckt wurde, sagte ein Polizeisprecher. Auch ein Produktionsfehler werde geprüft. Laut Polizei wurden die Eltern der anderen Kinder, die mit dem Mädchen unterwegs waren, verständigt. Bislang seien keine weiteren Süßigkeiten mit gefährlichen Gegenständen entdeckt worden. Verletzt wurde demnach niemand.

So war die Halloween-Nacht in Niederbayern und Oberbayern: Körperverletzungen und Sachbeschädigungen

In Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim) haben Jugendliche in der Heinrich-Heine-Straße rohe Eier gegen die Fassade eines Wohnhauses geworfen. Der Besitzer sah die Gruppe noch, bevor sie davonrannten. Da vermutlich die gesamte Fassade neu gestrichen werden muss, schätzt die Polizei den Schaden auf etwa 5000 Euro.