Brautpaar überschlägt sich auf dem Weg zur Hochzeit – Bräutigam mit Heli ins Krankenhaus

Ein tragisches und jähes Ende hat eine Hochzeitsfeier gefunden, die am Samstagnachmittag in Kothmaißling im Landkreis Cham geplant war. Auf dem Weg dorthin verunglückten Braut und Bräutigam (beide 29 Jahre alt) in einem Nissan-Sportwagen im Auslauf der Pfauensteinkurve kurz vor der Ortschaft.
Der Bräutigam war mit seinem Sportwagen mit Rechtslenkung im Auslauf der Rechtskurve in den Graben gefahren. Der Nissan fällte einen Telefonmasten, schleuderte zurück auf die Straße und überschlug sich. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen und das Brautpaar war durch die schweren Verformungen an der Karosserie eingeschlossen.
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„Person eingeklemmt“, lautete der Alarm für die Feuerwehren am Samstag, um 14.34 Uhr. Einsatzkräfte der Wehren aus Weiding, Cham, Kothmaißling und Windischbergerdorf rückten an und öffneten den Zugang zum Fahrzeug mit schwerem Gerät. Die Braut konnte sich selbst befreien, der Bräutigam musste nach Behandlung durch Notarzt und Rettungsdienst befreit werden und wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert. Die Kreisstraße CHA 55 musste voll gesperrt werden. Dafür wurde die FFW Dalking hinzualarmiert.
Trotzdem riesiges Glück gehabt
Wie Rettungsdienst-Einsatzleiterin Sonja Muhr berichtet, waren neben dem Hubschrauber der Notarzt und die Besatzungen von zwei Rettungswagen vor Ort. „So wie es derzeit aussieht, hatten die beiden den den Umständen nach noch ein riesiges Glück“, sagt Sonja Muhr. Aufgrund des Unfallbildes mit Aufprall und Überschlag sei man beim Bräutigam aber auf Nummer sicher gegangen und habe ihn mit dem alarmierten Straubinger Hubschrauber nach Deggendorf fliegen lassen. Derzeit gelte das Brautpaar aber als leicht verletzt.
Die Pfauensteinkurve war früher ein Unfallschwerpunkt und wurde baulich deswegen entschärft. Sie ist aber von der Geschwindigkeit her immer noch auf 60 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Unfallursache ungeklärt
Die Chamer Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen und spricht derzeit von ungeklärten Gründen. Es sei nicht klar, ob die zulässige Geschwindigkeit von 60 überschritten worden sei. Alkohol war nach Aussage der Beamten aber nicht im Spiel.
„Wir wissen derzeit nicht, aus welchem Grund es zu diesem Unfall gekommen ist“, so der Dienstgruppenleiter. Allerdings wird derzeit von einem Totalschaden am Sportwagen in Höhe von 18.000 Euro ausgegangen.