Freie Wähler im Landkreis Cham sehen sich gut gerüstet für Kommunalwahl 2026

Von Hans Kraus · 23. Oktober 2025 um 16:26

Mit großer Zuversicht sehen die Freien Wähler im Landkreis Cham den Kommunalwahlen am 8. März 2026 entgegen. Zum einen erfreut sich Kreisvorsitzender Christian Schindler als Landratskandidat der offenbar uneingeschränkten Unterstützung aller Ortsverbände, zum anderen stellen sich mindestens 20 Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten für die Freien Wähler (FW) in den Gemeinden, Märkten und Städten zur Wahl.

Die Kreisversammlung der Freien Wähler am Mittwoch in der Stadthalle in Roding war mit Vertretern aus nahezu allen Ortsverbänden gut besucht. Kreisvorsitzender Christian Schindler hieß besonders er die gastgebende Bürgermeisterin Alexandra Riedl, MdL Julian Preidl, die Ehrenmitglieder Altbürgermeister Leo Hackenspiel und Paul Schrauf, sowie den Junge Freie Wähler-Vorsitzenden Josef Schmaderer willkommen.

„Bürgernähe und Transparenz beibehalten“

Nach dem Gedenken an den im April verstorbenen Ehrenkreisvorsitzenden Volker Heiduk zeigte sich auch Alexandra Riedl als Bürgermeisterin und Fraktionssprecherin im Kreistag erfreut über den guten Besuch. Mit Julian Preidl (Sprachrohr nach München) und Christian Schindler als Landratskandidaten müsse man in den kommenden Monaten die Stärken der Freien Wähler im Landkreis herausarbeiten. Bürgernähe und Transparenz gelte es beizubehalten.

Der Landtagsabgeordnete Preidl pries die Neuformierung der Kreistagslisten als „mutigen Schritt und Zeichen der Geschlossenheit“. Für die notwendigen Unterstützerunterschriften der Liste „Freie Wähler Kötztinger Land“ werde man im Dezember flächendeckend im Landkreis werben. Die Freien Wähler stünden für eine Politik aus der Mitte der Gesellschaft, wofür auch der junge und zukunftsträchtige Landratskandidat Christian Schindler Garant sei. Durch Besuchsfahrten nach München (über 300 Teilnehmer in diesem Jahr) wollte er für mehr Verständnis und Einblick in den Politikbetrieb sorgen.

Freie Wähler für Bürokratieabbau

Eine Gruppe junger FW-Abgeordneter im Landtag forciere den Bürokratieabbau und erhoffe sich durch Digitalisierung von Verwaltungsprozessen Milliardeneinsparungen. Politik dürfe jedoch nicht auf dem Rücken der Menschen (wie etwa durch eine Abschaffung der Pflegestufe 1) ausgetragen werden.

Bei einem parlamentarischen Abend, an dem auch zwölf Biosgasanlagenbetreiber aus dem Landkreis zu Beratungen in München weilten, wurde das drohende Aus für solche Anlagen thematisiert. Preidl bezeichnete dies als „Schwachsinn“, stellten doch gerade sie eine gewisse Grundlast in der Stromversorgung sicher.

Podcast-Portal für die Ortsverbände

Josef Schmaderer, Vorsitzende der JFW, bot mit seinem engagierten Team den Ortsverbänden die Unterstützung beim Aufbau einer besseren Präsenz in den sozialen Medien an. So soll auch ein neues Podcast-Portal für die Ortsverbände gestartet werden.

Die Europawahl und die Vorbereitung auf die Kommunalwahlen bestimmten die Tagesordnungen bei den neun Sitzungen des Kreisvorstands im zurückliegenden Jahr, so Kreisvorsitzender Schindler. Die Neubezeichnung der Kreistagslisten als „Freie Wähler Chamer Land“, „Freie Wähler Rodinger Land“ und „Freie Wähler Kötztinger Land“ soll es den Stimmberechtigten erleichtern, die Kandidatinnen und Kandidaten der FW zu finden. Die Landratswahl erzeugte nach der Rückzugserklärung Löfflers eine neue Dynamik in der Nachfolgediskussion auch bei den FW. Christian Schindler bedankte sich für seine Nominierung (offiziell am 14. November) und das damit ausgesprochene Vertrauen.

Der Kreisvorsitzende berichtete weiter von einer kostenpflichtigen Urheberrechts-Mahnung aus dem Jahr 2018 aufgrund eines veröffentlichten Fotos und mahnte in diesem Zusammenhang, auf die Urheberrechte bei Fotos in den sozialen Netzwerken zu achten. Nichtsdestotrotz sei Werbung auf diesen Medien ungemein wichtig in der heutigen Zeit.

„Einfluss bis zur Parteispitze“

Erfreut zeigte er sich, dass die Mitgliederzahlen beständig nach oben stiegen und auch die Vorbereitungen in den Gemeinden mit der Aufstellung von Bürgermeister- und Gemeinderats- oder Stadtratskandidaten ausgesprochen positiv verliefen. Cham habe dank seiner Stärke auch viel Einfluss bis hinauf in die Parteispitze, was er als stellvertretender Bezirksvorsitzender bestätigen könne.

Nach den positiven Berichten des Geschäftsführers Dominik Heigl und des Schatzmeisters Josef Kiesl sowie des Kassenprüfers Hubert Pohmann erteilte die Versammlung der Vorstandschaft die Entlastung.

Schließlich kam erneut der herzkranke Tim Nowak zu Wort, der eine Lanze für die Organspende und den Erhalt der Krankenhausstruktur im Allgemeinen und die Widerspruchslösung im Speziellen brach.

Abschließend dankten die Rettenbacher FW für den Besuch beim 40-jährigen Gründungsfest am 3. Oktober.