Eigenes Jubiläumsbier hergestellt

Hofenstetten. Die kleine Ortschaft Hofenstetten im Stadtgebiet von Neunburg feiert im kommenden Jahr ein besonderes Jubiläum: Zum ersten Mal wurde der Ortsteil im Jahr 1326 urkundlich erwähnt – das ist nun 700 Jahre her. Gefeiert wird dieses historische Ereignis laut einer Mitteilung standesgemäß mit einem Festjahr und einer besonderen Aktion: einem eigens gebrautem Jubiläumsbier.
Die Ursprünge des Ortsnamens „Hofenstetten“ – früher auch „Hauenstetten“ genannt – lassen sich auf eine Hofstatt oder den Hof eines Mannes namens Haffo oder Hohfried zurückführen. Die Siedlung gehörte einst zur Gemeinde Fuhrn und liegt heute im idyllischen Oberpfälzer Seenland.
Das Jubiläumsjahr 2026 startet traditionell mit der Teilnahme am Stadtball und mit der Sebasti-Kirwa, benannt nach der dem heiligen Sebastian geweihten Kirche. Im Sommer steht dann ein weiterer Höhepunkt an: Die Sommerkirwa soll wiederbelebt werden und bildet den festlichen Rahmen für die 700-Jahrfeier.
Bereits in diesem Jahr begannen die Vorbereitungen auf das Jubiläum – und zwar mit einem besonderen Ausflug: Eine Gruppe rund um Josef Hartenberger aus Goppoltsried, der selbst verwandtschaftliche Verbindungen nach Hofenstetten hat, nahm an einem eintägigen Braukurs in der traditionsreichen Brauerei Aldersbach im Landkreis Passau teil.
Pünktlich um 8.45 Uhr begrüßte Hartenberger die Teilnehmer vor dem Brauhaus. Geleitet wurde der Kurs von Braumeister Lorenz Birnkammer, Produktleiter der Brauerei, sowie Georg Grünthaler, verantwortlich für Qualitätskontrolle und Labor. Gemeinsam vermittelten sie fundiertes Wissen rund um Hopfen, Malz und die Kunst des Bierbrauens.
Neben der Theorie – etwa zu Begriffen wie „Hopfenstopfen“ oder dem traditionellen „Bierstacheln“ – durften die Teilnehmer im gläsernen Sudhaus auch selbst Hand anlegen. Unter fachkundiger Anleitung wurde gebraut, gerührt und gestaunt – ein Erlebnis, bei dem nicht nur Wissen, sondern auch Vorfreude auf das Jubiläumsbier entstand.