Halloween 2025: Warum am 31. Oktober mit schaurigen Kostümen gefeiert wird

Geschnitzte Kürbisse, gruselige Kostüme wie Vampir oder Hexe, Traditionen wie „Süßes oder Saures“: Am 31. Oktober ist Halloween. Aber woher genau kommt eigentlich das Gruselfest – und was wird da eigentlich gefeiert? Wir verraten Ihnen fünf Fakten – und erklären zum Beispiel auch, was Halloween mit Allerheiligen zu tun hat.
Kleine Gespenster, Hexen und Vampire ziehen von Haustür zu Haustür, um „Süßes oder Saures“ einzufordern. Auch Erwachsene verkleiden sich schaurig-schön und feiern Halloween zum Beispiel auf entsprechenden Partys. Aber warum wird der 31. Oktober eigentlich so zelebriert? Wir verraten es Ihnen.
1. Wo hat Halloween seinen Ursprung?
Dass sich Menschen am 31. Oktober in schaurig-schöne Verkleidungen schmeißen und Halloween feiern, hat seinen Ursprung in Irland. Wie die Tourismusorganisation Tourism Ireland erläutert, geht Halloween auf das über 2000 Jahre alte heidnische Fest „Samhain” in der keltischen Tradition zurück. Damit wurden das Ende der Erntesaison und der Beginn des Winters eingeläutet.
Irische Auswanderer brachten das Fest dann im 19. Jahrhundert nach Amerika; wegen einer großen Hungersnot von 1845 bis 1849 verließen über zwei Millionen Iren ihre Heimat. Mit im Gepäck hatten sie ihre Traditionen, die sie auch in Amerika weiterpraktizierten, so Tourism Ireland. Von dort aus schwappte Halloween nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich auch nach Europa über, schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland.
2. Welche Rolle spielen Geister und Gespenster an Halloween?
Mit dem Wintereinbruch bestand der Glaube, dass zu dieser Zeit „der Schleier unserer Welt und der Anderswelt am durchlässigsten sei, so dass Geister und Dämonen leicht zwischen den beiden Welten hin- und hergehen konnten“, schreibt Tourism Ireland. Diese Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten sei am 31. Oktober am dünnsten. Dadurch können dem keltischen Glauben nach Geister auf die Erde zurückkehren und in unserer Welt verweilen.
Es bestand dadurch aber auch die Sorge, dass die Dämonen die Lebenden in die Anderswelt ziehen könnten. Dem wollten die Menschen entgegenwirken, indem sie mit Kostümen und Masken ihre Identität verbargen, schreiben Tourism Ireland und National Geographic. Der Ursprung des Brauchs, sich an Halloween möglichst gruselig zu maskieren, liegt in diesem keltischen Glauben.
3. Was hat es mit Halloween-Kürbissen und Jack-o'-Lanterns auf sich?
Wie Halloween an sich stammt auch die Rolle der Kürbislaternen zu diesem Fest aus Irland. Hinter dem Brauch eine Legende rund um den Schmied Jack Oldfield. Er hatte es geschafft, den Teufel zu überlisten. Dem Bistum Regensburg zufolge hatte er den Teufel eingefangen und ließ ihn nur unter der Bedingung frei, wenn dieser ihm nie mehr in die Quere kommen würde. Nach seinem Tod kam Jack nicht in den Himmel – aber auch nicht in die Hölle. Stattdessen war er dazu verdammt, zwischen Himmel und Hölle zu wandeln. Hier zwischen den Welten musste er umherwandern und konnte nur mit einer Flamme in einer ausgehöhlten Rübe seinen Weg beleuchten, schreibt Tourism Ireland. Dass die sogenannten Jack-o'-Laternen heutzutage aus Kürbissen und nicht aus Rüben geschnitzt werden, geht auf die irischen Auswanderer in Amerika zurück. Dort wurden die Rüben durch Kürbisse ersetzt – unter anderem, da diese Saison hatten.
4. Woher kommt der Name „Halloween“?
Der Begriff Halloween lässt sich von dem Datum des 31. Oktobers ableiten. Dabei handelt es sich um den Vortag von Allerheiligen. Diese vorangehende Nacht nennt man laut Tourism Ireland und dem Bistum Regensburg „All Hallow's Eve“. Entsprechend geht der Name von Halloween auf sein Datum und seine Nähe zu dem stillen Tag am 1. November zurück.
5. Woher kommt der Brauch „Süßes oder Saures“?
Von Rüben zu Kürbissen, von einem keltischen Feiertag hin zu Halloween – aber was hat es mit dem Brauch „Süßes oder Saures“ auf sich? Hier gibt es unterschiedliche Ansätze. Allgemein meint „Süßes oder Saures“, im Englischen „Trick or Treat“, die Wahl zwischen der Gabe von etwas Süßem oder einem drohenden Streich.
Eine Erklärung, warum es diesen Brauch gibt, orientiert sich den auf Halloween folgenden Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen. Wie National Geographic schreibt, klingelten arme Menschen zu Allerseelen am 2. November bei reichen Menschen an der Tür und baten um ein spezielles Gebäck, den sogenannten Soul Cake. Im Gegenzug boten sie Gebete für verstorbene Familienmitglieder an. Das Bistum Regensburg beschreibt ähnlich den Brauch, dass arme Kinder an Allerheiligen, also am 1. November, von Haus zu Haus gingen und einen Allerseelenkuchen „erbettelt“ hatten.
Eine weitere Erklärung, warum Kinder verkleidet um Süßigkeiten baten, orientiert sich am sogenannten Guising. Demnach verkleideten sich Kinder als Dämonen, um sich vor eben diesen zu schützen. Mit der Verkleidung zogen sie durch die Straßen, sangen Lieder – und erhielten im Gegenzug dazu kleine Geschenke.