42-Jähriger verletzt Mann in Neustadt schwer: Fall hängt mit Appertshofen zusammen

Zwischen dem Polizeiaufgebot in Appertshofen (Landkreis Eichstätt) sowie einer Festnahme in Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim) am Donnerstagnachmittag gibt es einen Zusammenhang. Das bestätigen die Präsidien Niederbayern sowie Oberbayern Nord auf Nachfrage.
Weil es sich um zunächst unterschiedliche Fälle zweier Behörden handelt, gestaltet sich die Aufarbeitung im Nachgang etwas kompliziert. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern kann auf Anfrage bestätigen, dass es sich bei dem Tatverdächtigen aus Neustadt, der dort einen 31-Jährigen attackiert haben soll und später widerstandslos in der Wohnung seiner Mutter festgenommen werden konnte, um einen 42 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Eichstätt handelt.
Ein Sprecher des Präsidiums Oberbayern Nord wiederum sagt, dass ein Mann „festgenommen wurde, den wir schon länger gesucht haben“. Er sei nun in Gewahrsam – allerdings wiederum wegen eines versuchten Tötungsdelikts, heißt es in einer Pressemitteilung der niederbayerischen Polizei. Damit gemeint ist die Tat in Neustadt. Der 42-jährige Deutsche hat laut Kriminalpolizei Landshut einen 31-Jährigen, ebenfalls ein Deutscher, mit einem Holzstock in einer Schrebergartenanlage angegriffen und schwer verletzt.
Die Beamten, die am Tatort eintrafen, hätten neben dem Verletzten zudem eine Schreckschusswaffe sowie entsprechende Hülsen entdeckt. Damit könne zudem nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann auch auf sein Opfer geschossen habe. Nach dessen Festnahme sei der 42-Jährige in ein Krankenhaus eingeliefert worden, „da der Verdacht auf eine mögliche Medikamenten- beziehungsweise Drogenintoxikation bestand“.
Für Aufsehen sorgten ebenfalls am Donnerstag in Appertshofen (Ortsteil von Stammham) mehrere Polizeiwagen und Beamte. Details nannte die Polizei auf Nachfrage aufgrund von „privaten Umständen“ keine. Andreas Aichele vom Präsidium Oberbayern Nord betont am Freitag im Gespräch jedoch, dass es sich weder um einen Einsatz, noch um einen Großeinsatz der Polizei gehandelt habe. „Es ist nichts passiert, wir hatten da eine vorsorgliche Schutzmaßnahme. Und die ist auch nicht zum Tragen gekommen.“
Mehr könne er zu dem Fall nicht sagen. Nur, dass die Person, die gesucht wurde, eben später in Neustadt von Kräften beider Präsidien gefunden und festgenommen wurde. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Die Kripo Landshut sucht zu dem Vorfall Zeugen. Diese sollen sich unter der Telefonnummer 0871/92520 mit den Beamten in Verbindung setzen.