Zwei Millionen für den Wind: Chamer Stadtrat öffnet den Geldbeutel für Investitionen

Ohne jede öffentliche Debatte – ganz anders als etwa in Bad Kötzting oder in vielen Gemeinden, wo dieser Punkt kontrovers diskutiert wurde – hat der Chamer Stadtrat am Donnerstag zwei Millionen Euro als Beteiligung am Ausbau der Windenergie durch die Regionalwerke freigegeben. Offensichtlich war hier schon in nichtöffentlicher Sitzung vorab geklärt worden, ob und wie sich die Stadt mit Steuergeldern an dem Projekt beteiligt.
Dieser städtische Beitrag an einer Energiesicherung des Landkreises der Zukunft, wie sich das der Landkreis auf dem Papier vorstellt, soll jedoch über die Stadtwerke Cham investiert werden. Die sind sowieso im Konstrukt der Regionalwerke dabei, um später einmal den mit 14 geplanten Windrädern und dazu mit PV-Freiflächenanlagen produzierten Strom zu verkaufen.
Die zwei Millionen der Stadt gehören zu dem Anteil von wenigstens 14 Millionen Euro, den die beteiligten Chamer Kommunen tragen sollen – sie werden als Eigenkapital ausgewiesen, um von den Banken entsprechende Kredite zu erhalten und am Ende 200 Millionen investieren zu können. Sogar eine Zielrendite wird versprochen, betonte Bürgermeister Stoiber – sie liege bei fünf Prozent. „Die kann aber auch besser oder auch schlechter sein“, so Stoiber.
Das Wichtigste sei die staatliche Vergütung nach dem EEG für den Strom, die das eingebrachte Kapital absichere – erläuterte Stoiber – nur so sei eine Umsetzung möglich.