Freizeitzentrum in Steinberg am See bekommt eine Wave-Liege – Bürgermeister Bemmerl ist Gemeindewahlleiter

Der Gemeinderat Steinberg am See (Landkreis Schwandorf) hat bei seiner Sitzung am Dienstagabend Bürgermeister Harald Bemmerl (SPD) zum Gemeindewahlleiter für die Kommunalwahlen im März 2026 berufen und eine neue Plakatierungsverordnung wurde beschlossen.
Da für das Amt des Gemeindewahlleiters nur Personen berufen werden dürfen, die nicht als Bewerber nominiert wurden, konnte Bemmerl dieses Amt übernehmen, weil er 2026 nicht mehr zur Wiederwahl als Bürgermeister antreten wird. Zum stellvertretenden Wahlleiter wurde VG-Verwaltungsleiter Daniel Fendl berufen. Ob der SPD-Ortsverband einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominieren wird, ist bisher nicht bekannt.
Bemmerl informierte das Gremium, dass die Bayerische Bauordnung durch das Modernisierungsgesetz novelliert wurde und demnach die generelle Pflicht für den Bau von Spielplätzen bei Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten weggefallen sei. Kommunen können aber eine Satzung erlassen, um die Spielplatzpflicht festzulegen. Der Gemeinderat folgte dieser Information und beschloss eine entsprechende Satzung, wonach in Zukunft Spielplätze bei entsprechend großen Wohnhäusern angeordnet werden können. In bestimmten Fällen wie bei Studenten- oder Seniorenwohnheimen müsse nach den neuen Bestimmungen der Bayerischen Bauordnung eine Ablöseoption vorgesehen werden, wobei der Ablösebetrag nicht mehr als 5000 Euro betragen würfe.
Ein Plakat je Partei
Im Hinblick auf die im Frühjahr 2026 anstehenden Kommunalwahlen beschloss das Gremium die Änderung der Plakatierungsverordnung, in der Details geregelt sind. Demnach dürfen Wahlplakate die Größe des Formats A 1 (594 x 841 mm) nicht überschreiten und pro Wahl und pro Partei darf nur ein Plakat aufgehängt werden. Diese neue Regelung gilt nur vor Wahlen und Volksentscheiden auf den von der Gemeinde aufgestellten Anschlagsflächen ab dem 30. Tag vor der Wahl.
Die Plakate müssen nach der Wahl unverzüglich entfernt werden. Zuwiderhandlungen werden als Ordnungswidrigkeit geahndet und können mit einem Bußgeld belegt werden. Bürgermeister Harald Bemmerl informierte über das Angebot eines Steinberger Bürgers, für die Gemeinde so genannte „Wave-Liegen“ im Gemeindebereich zum Preis von 1500 Euro pro Stück aufzustellen, die von ihm selbst produziert werden. Nach kurzer Diskussion wurde mehrheitlich beschlossen, eine Liege am Freizeitzentrum Wasserloch aufzustellen.
Im weiteren Sitzungsverlauf ging es um das Ausschreibungsergebnis für die Stromlieferung 2026/2027. Bemmerl gab bekannt, dass Angebote von fünf möglichen Lieferanten eingegangen seien.
Günstigster Anbieter für Strom
Günstigster Anbieter waren die Stadtwerke Amberg mit einem Arbeitspreis von 9,75 Cent pro Kilowattstunde für 2026 und 9,30 Cent pro Kilowattstunde für 2027. Der Aufpreis für Ökostrom betrage in 0,13 Cent in 2026 und 0,16 Cent in 2027. Der Gemeinderat stimmte der Vergabe an die Amberger Stadtwerke mit einem Kostenvolumen von 62.655 Euro zu.
Den weiteren Informationen des Bürgermeisters war zu entnehmen, dass die Sporthalle der Grundschule von 10. bis 25. Februar 2026 weder für Schulsport noch für Vereinssport zur Verfügung stehe. Gründe seien das Faschingswochenende der FG Seelania, das Starkbierfest der CSU und der Ehrenabend der Gemeinde.
Weitere Informationen
• Bohrungen: Bürgermeister Bemmerl informierte noch über weitere Bohrungen auf der Loiblwiese am Steinberger See. Die Firma Uniper sei für den ehemaligen Bergbaustandort zuständig und führe regelmäßige Bohrungen durch, um umfassende Kenntnisse über den Boden zu erhalten.
• Bauanträge: Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Reutinger Weg und isolierte Abweichung bei der Verlängerung eines Garagendachs in der Föhrenstraße.
• Bürgerversammlung: Die Bürgerversammlung findet am 28. Oktober um 19 Uhr in der Sporthalle statt.