Über Verluste sprechen

Nittenau. Das offene Trauercafé Kompass in Nittenau besteht seit dem 11. Oktober 2024 und unterliegt der Leitung von zwei ehrenamtlichen Trauerbegleitern des Hospizdienstes der Caritas für den Landkreis Schwandorf. Laut einer Pressemitteilung des Hospizdienstes ist die Einrichtung jeden zweiten Freitag im Monat geöffnet.
Seither hätten unter der Leitung der beiden Trauerbegleiter, Bernadette Seitz und Oswald Probst, jeweils fünf bis zehn Menschen die Möglichkeit genutzt, bei einer Tasse Kaffee oder Tee einmal pro Monat über ihre Trauer zu sprechen – und das mit Menschen, die ein ähnliches Schicksal haben. Sie wissen sich verstanden, da alle Beteiligten, einschließlich der Trauerbegleiter, einen geliebten Menschen durch Tod verloren haben, so ist der Meldung zu entnehmen.
Seitz und Probst freuen sich, dass in der Gruppe sehr schnell gegenseitiges Vertrauen wachsen konnte. Ihre Impulse, mit denen sie die Treffen einleiten, finden bei den Teilnehmern Anklang, so die Erfahrung des Hospizdienstes. Trauer könne aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, besprochen und emotional bearbeitet werden. Das Trauercafé kann dabei Orientierung geben, was der Name „Kompass“ verdeutlichen soll. Trauer sei ein Prozess, der bei allem Schmerz doch durchlebt werden kann.
Gemeinsam der Trauer Raum geben – diese Möglichkeit wird es auch weiterhin jeden zweiten Freitag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Gruppenraum im ersten Stock des Eustachius Kugler Pfarrheims in Nittenau geben.
Der Trauergesprächskreis ist ein offenes und unverbindliches Angebot für Trauernde. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Jeder ist willkommen, unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt. Die Treffen sind offen für alle Altersgruppen und nicht an eine Konfession gebunden.
Informationen erhalten Interessierte beim Hospizdienst unter (0 94 36) 3 00 91 31 oder unter hospiz@caritas-schwandorf.de wenden.