Messer-Alarm in Regensburger Einkaufszentrum: Polizei überwältigt bewaffneten Ladendieb

Messer-Alarm im Regensburger DEZ: Am Montagabend rückten mehrere Polizeistreifen in das Einkaufszentrum aus, weil ein bewaffneter Ladendieb für bedrohliche Szenen sorgte. Ein Augenzeuge berichtet.
Er habe nur kurz Haargel kaufen wollen, sagt der Regensburger der MZ. Seinen Namen möchte er lieber nicht in der Zeitung lesen. Plötzlich seien alle Leute aus der Drogerie gestürmt, er habe Schreie gehört. Schnell sei der Bereich abgesperrt worden, Gerüchte hätten sich verbreitet. Vor Ort sei die Rede von einem „Araber“ gewesen, der eine Angestellte bedroht habe. Auch von einer Geiselnahme sei die Rede gewesen.
Augenzeuge über Messer-Vorfall in Regensburg: Angestellte war „komplett fertig“
Schnell seien der Sicherheitsdienst und die Polizei angerückt und hätten die Lage unter Kontrolle gebracht. Eine Angestellte sei „komplett fertig“ gewesen und habe geweint.
Thomas Hasler, Sprecher der Polizeiinspektion Regensburg Nord, bestätigt den Einsatz am Montag gegen 18 Uhr auf MZ-Anfrage am Dienstagvormittag. Die Beamten seien wegen eines Ladendiebstahls mit Waffen gerufen worden. Ein Syrer (25) habe ein Messer aus seiner Tasche genommen. Allerdings sei es zu keinerlei Stichbewegungen gekommen, betont Hasler. Der Mann sei mit einer Ukrainerin (40) unterwegs gewesen.
Nach Polizeieinsatz im DEZ: Syrer ins Krankenhaus gebracht
Der Syrer wehrte sich laut Hasler gegen die Festnahme, weshalb die Beamten unmittelbaren Zwang anwenden mussten. Schließlich gelang es den Beamten, den Mann dingfest zu machen. Er wurde laut Hasler im Anschluss in ein Krankenhaus gebracht, weil Anzeichen für eine Eigen- oder Fremdgefährdung vorgelegen hätten. Gegen den Mann erging allerdings kein Haftbefehl, wie der Polizeisprecher weiter mitteilt.
Eine Geiselnahme, das betont Hasler ausdrücklich, habe es nicht gegeben. Während des Einsatzes sei eine sichere Zone rund um das Geschäft geschaffen worden. Mehrere Polizeistreifen seien im Einsatz gewesen.
DEZ-Chef: Für Kunden in Regensburger Einkaufszentrum bestand keine Gefahr
DEZ-Geschäftsführer Zink betont, dass für die Kunden keine Gefahr bestanden habe. Der Bereich um das betroffene Geschäft und angrenzende Läden sei gesperrt worden. „Die Polizei war sehr schnell vor Ort und hatte die Lage völlig im Griff. In der Ladenstraße selbst gab es keine Gefährdung.“ Er wolle sich für den Einsatz der Polizei und der beiden DEZ-Sicherheitsdienste Kostede und Omnia bedanken, betont Zink. „Wir analysieren selbstverständlich den Vorfall in alle Richtungen und berücksichtigen die Erkenntnisse bei der kontinuierlichen Fortschreibung unseres Notfalls- und Sicherheitskonzepts.“