Hier tummeln sich TV-Promis: Warum es bei der Wurstkuchl nicht immer um die Wurst geht

Am Wochenende hat ein Kollege ein Loblied auf das Kipferl verfasst. Auf exakt 244 Zeilen schmachtete er jenes wunderbare Gebäckstück derart an, dass einem das Wasser im Munde zusammenlief.
Wie gut, dass man fußläufig zur Wurstkuchl wohnt, wo das Schwarzer Kipferl noch serviert wird – Wurst, Kraut und Senf gibt es obendrein, die sind allerdings zu vernachlässigen, wenn man diesen Text gelesen hat.
Und das scheinen an diesem schönen Samstag viele getan zu haben. In Scharen scharren sie vor der Wurstkuchl mit den Füßen. Sogar der bekannte BR-Nachrichtensprecher Stefan Schneider hat sich bei der ältesten Imbissbude diesseits und jenseits des Mississippi niedergelassen. Am Wochenende ist man vor derlei TV-Promis in dieser Stadt scheinbar nicht mehr sicher.
Aber zurück zur Wurst, oder besser: zum Kipferl. Die halbe Stunde anstehen hat sich gelohnt. Dieser feine Kümmel-Geschmack, Wahnsinn!
Und während man so in sein Kipferl beißt, kommt ein amerikanischer Tourist vorbei, sieht die Schlange, bleibt entsetzt stehen und fragt seinen Begleiter: „Is there any other wurst highlight?“
Mampfte man nicht gerade sein wurst-highlight, man wäre versucht ihm zu sagen, dass es nicht immer um die Wurst geht.