Jugendparlament tagte – Nittenaus Nachwuchs fällt Netzwerken nicht schwer

Viele gemeinsame Freizeitveranstaltungen, aber auch Workshops und Diskussionen standen in Nittenau für die Jugendlichen auf dem Programm. Aber auch die nächsten Aktionen nimmt das Jugendparlament (JuPa) schon ins Visier.
Am vergangenen Dienstag fand im Jugendtreff JuNit die achte Sitzung des Jugendparlaments (JuPa) statt. Neben den jungen Parlamentariern unter der Vorsitzenden Veronika Kangler nahmen auch Bürgermeister Benjamin Boml (FW) sowie Jugendpflegerin Alica Frerichs teil.
Zunächst blickte das JuPa auf seine Veranstaltungen seit der letzten Sitzung zurück: Am 7. August fand eine Nudelparty statt, am 4. September ein Kegelabend mit zehn Jugendlichen. Besonderer Dank ging dabei an den FC Bergham, der die Bahnen kostenlos zur Verfügung stellte. „Es ist toll, dass uns die Vereine so unterstützen“, sagte Kangler.
Höhepunkt sei das Pizzadate in der Vorwoche gewesen: Rund 30 Jugendliche kamen dazu ins JuNit. Dort gab es nicht nur Pizza, sondern auch einen Workshop, bei dem sich die Teilnehmer in verschiedene Rollen des Jugendparlaments hineinversetzen sollten – als Ideengeber, Netzwerker, Organisator oder Redner. „Manche haben auch darüber diskutiert, wie man die Wahl interessant gestalten kann oder wie man andere begeistert, mitzumachen“, berichtete die Vorsitzende.
Open-Air-Kino im Sommer geplant
Beim Pizzadate sammelten die Jugendlichen viele Anregungen: ein Sportabend, gemeinsames Schauen von Länderspielen, ein Spieleabend, aber auch ein Filmabend im Freien. „Zum Thema Open-Air-Kino müssen wir die Details noch klären, wie dieses umgesetzt werden kann“, erklärte Frerichs.
Fest im Terminkalender stehen die Jungbürgerversammlung am 8. Oktober sowie das große „Meet and Greet“ mit der Wiedereröffnung des JuNit am 24. Oktober. Hier soll es unter anderem Speeddating, eine Wünschebox und kreative Aktionen geben.
Ein weiteres Anliegen hatte Dorit Schwarzfischer, Vorsitzende des Seniorenbeirats, an das JuPa herangetragen: Sie wünscht sich erneut einen Medienabend, bei dem Senioren Fragen rund ums Smartphone stellen können. Für die Seniorenveranstaltung soll nun ein separater Termin während der Allerheiligenferien gesucht werden, etwa am Nachmittag.
Kangler betonte, dass die Aktion nicht nur intern laufen solle: „Es sollen auch andere Jugendliche dazukommen können“, erklärte die Vorsitzende dazu.
Beim Kinderweihnachtsmarkt unterstützen
Auch beim Kinderweihnachtsmarkt am Nikolauswochenende möchte das JuPa wieder unterstützen. Im vergangenen Jahr betreuten die Mitglieder dort die Preisstation. Außerdem kam die Idee auf, gemeinsam in der Mittelschule Plätzchen zu backen.
Zu Halloween soll es eine Party mit Kostümprämierung, Mocktails und passenden Snacks im JuNit geben. Bürgermeister Boml erklärte sich bereit, den Preis für das beste Kostüm persönlich zu überreichen.
„Was möchten wir dem neuen JuPa mit auf den Weg geben?“, fragte Kangler bei der Eröffnung des nächsten Tagesordnungspunktes. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass sich manche Ideen, wie ein Open-Air-Kino, erst im Sommer umsetzen lassen. Auch die Rolle der Social-Media-Arbeit müsse künftig gut überlegt werden. „Das Thema werden wir bei der nächsten Sitzung noch einmal vertiefen“, kündigte Kangler an.
Jugendpflegerin Alica Frerichs stellte außerdem eine überarbeitete Hausordnung für das JuNit vor. Neu aufgenommen wurden Notrufnummern und die bereits praktizierten Regeln zum Drogenkonsum. Zudem finden sich darin erstmals Hinweise, wie eine mögliche spätere Vermietung des Jugendtreffs geregelt werden könnte.
„Es ist noch nicht so weit, dass wir das JuNit tatsächlich vermieten“, stellte Frerichs klar. Es gebe derzeit weder Musterverträge noch einen Beschluss des Stadtrats. Man habe die Punkte jedoch aufgenommen, um für die Zukunft vorbereitet zu sein und nicht bei jeder Änderung eine völlig neue Hausordnung verabschieden zu müssen.
JuPa-Vorsitzende Kangler erinnerte daran, dass die Stadt diesem Thema bisher mit gemischten Gefühlen gegenübergestanden habe. Die Hausordnung wurde einstimmig beschlossen.