Vertrauensbeweis für Burglengenfelds Citymanager Wolfgang Dantl

Von Thomas Rieke · 27. September 2025 um 15:00

Seit 2018 unterstützt die Stadt das Wirtschaftsforum (Wifo) mit einem Zuschuss für einen Citymanager, seit 2020 erfüllt Wolfgang Dantl diese Funktion. Nun ging es im Stadtrat um die Frage, ob sein Engagement auch in den kommenden Jahren durch Geld aus der Stadtkasse gefördert werden soll.

Um es vorweg zu nehmen: Die Räte waren sich am Mittwoch fraktionsübergreifend einig und stimmten für den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Demnach können dem Wifo auch für die Jahre 2026 bis 2028 jährlich bis zu 12 000 Euro bereit gestellt werden, um den Citymanager zu bezahlen. Als Nachweise für seine Leistungen sind jeweils Rechnungen vorzulegen.

Räte überschütten ihn mit Lob

Dantl, der in der Sitzung am Mittwoch erneut Gelegenheit hatte, Werbung in eigener Sache zu betreiben, wurde mit Lob geradezu überhäuft. Bürgermeister Thomas Gesche (CSU) erklärte, das Wifo habe eine gute Entscheidung getroffen, als sie Dantl angeheuert habe. Er mache seine Sache „sehr gut“. Markus Huesmann, stellvertretender Sprecher der CSU-Fraktion, sprach von einer „gelungenen Konstruktion“, unter anderem auch deshalb, weil der Zuschuss gedeckelt sei.

Sebastian Bösl, Chef der Fraktionsgemeinschaft von SPD, Grünen und Die Linke, bezeichnete das Wirtschaftsforum als „zentralen Verein“ in der Stadt. Dantl sei das Scharnier zwischen den Wifo-Mitgliedern und dem Rathaus, „und das macht er hervorragend.“ Was in den vergangenen Jahren von ihm an „positiven Impulsen“ gekommen sei, sei „absolut erwähnenswert“ und mache viel von der Attraktivität Burglengenfelds aus.

Wenn es sie nicht gäbe, sähe es bei uns wesentlich düsterer aus.

Gregor Glötzl, Sprecher der BWG

Im Namen der BWG erklärte Gregor Glötzl, die Bedeutung des Wifo und des Citymanager sei nicht zu unterschätzen. Wenn es sie nicht gäbe, sähe es „bei uns wesentlich düsterer aus“. Der Zuschuss sei also ein „gutes Invest“ für die Altstadt. Allerdings wäre es wünschenswert, wenn die Wirtschaftsförderung auch eine Stufe höher, auf der Ebene des Städtedreiecks, intensiviert würde, meinte Glötzl.

Dantl machte keinen Hehl daraus, dass er sich über die breite Rückendeckung sehr freut. Er und das Wifo seien stets bemüht, das Image der Stadt zu fördern. Jeder wisse, dass das aktuell besonders schwierig sei. Jeder Laden, der verschwinde, schwäche den Standort weiter, denn adäquater Ersatz sei oft unmöglich. Seine Aufgabe sei es, dem Trend entgegenzuwirken, betonte Dantl. Dies geschehe auf verschiedene Weise, unter anderem durch Veranstaltungen. Dabei sei die Besucherzahl nicht immer das Wesentliche. Wichtig sei die Wahrnehmung, auch durch Berichterstattung.

Sitzungsvorlage sorgt für irritation

Kurios: Laut Sitzungsvorlage hat das Wifo den möglichen Jahreszuschuss für das Citymanagement zuletzt nur zu Bruchteilen ausgeschöpft. In 2024 wurden Rechnungen für den Citymanager von rund 2800 Euro vorgelegt, heuer sei dies noch überhaupt nicht der Fall gewesen, hieß es am Mittwoch.

Bürgermeister Gesche bemühte sich im Nachgang den Eindruck zu zerstreuen, dass es bei den Zahlungen irgendwo hake. Erst just am Sitzungstag der Ratssitzung habe die Stadt Wifo-Rechnungen erhalten, welche auch umgehend bearbeitet würden.