Regensburger SPD stellt sich neu auf und will mit „größerer Leidenschhaft“ überzeugen

Von Daniel Steffen · 25. September 2025 um 16:00

Pünktlich zum Wahlkampf-Auftakt hat der zuletzt in die Schlagzeilen geratene Stadtverband Alexander Irmisch und Claudia Neumaier zu den neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt. Burger kritisiert die „Chaos-Politik“ der anderen.

Mit „Mut, Kraft und Zuversicht“ möchte die SPD in den Kommunalwahlkampf gehen. Man müsse die Wähler mit dem überzeugen, was „wir für Regensburg wollen“, stimmte die scheidende Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer auf den Kurs sein. Mit einem Budget von 80 000 Euro soll das im Wahlkampf gelingen und die „turbulenten Diskussionen“ wie bei der Nominierung des Oberbürgermeister-Kandidaten sollen der Vergangenheit angehören.

Am Mittwoch galt es zunächst, den „letzten Baustein“ für einen „starken Wahlkampf“ zu formen. So galt es, bei der Stadtverbands-Delegiertenkonferenz im Gewerkschaftshaus einen neuen Vorstand aufzustellen. Mit einer Doppelspitze um Alexander Irmisch und Claudia Neumaier soll das gelingen – und die Wahl der beiden Vorsitzenden gestaltete sich als problemlos. Sämtliche 55 Stimmen fielen in der schriftlichen Wahl auf Irmisch, 46 Stimmen auf Neumaier. Bei der Wahl zu den stellvertretenden Vorsitzenden verbuchten jeweils Andrea Diermeier, Anna Gmeiner, Bruno Lehmeier und Hung Trieu die große Mehrheit für sich.

Wie Neumaier betonte, werde das Wahlprogramm gerade „finalisiert“ und soll im November erscheinen. Nicht mit Hetze, sondern mit Lösungen wolle die SPD die Wählerschaft überzeugen. Die „besseren Argumente“ und die „größere Leidenschaft“ wähnen die Sozialdemokraten in ihren Reihen. An der Seite von Neumaier sehen sie vor allem Alexander Irmisch als treibende Kraft. Er habe sich in „Windeseile zum absoluten Aktivposten in unserer Fraktion entwickelt“, lobte die Stadtchefin. Irmisch sei für die Fraktion ein „unheimlicher Gewinn“.

Irmisch schwörte die Mitglieder ebenfalls auf die Kommunalwahl ein. Der Kampf für eine offene Gesellschaft und gegen Rechts sei wichtiger denn je, ferner gehe es darum, als SPD das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen. Die Stadt benötige weiter eine sozialdemokratische Handschrift. Ziel müsse sein, dass die Stadtratsfraktion wieder größer werde und mit Dr. Thomas Burger den Oberbürgermeister stelle.

In seinem Grußwort äußerte sich Burger unter anderem über die Mobilitätsdrehscheibe. Als einzige politische Kraft sei die SPD am Ball geblieben. Anderen Fraktionen warf er dabei eine „Chaos-Politik“ vor. In seinen Augen sei die SPD die „Regensburg-Partei“, die sich als gestaltende Kraft auszeichne. Kassier ist Jan Kempinger, Bildungsbeauftragter Dr. Klaus Rappert, Orga-Beauftragte Christine Kleinletzenberger und Schriftführerin Claire Stamboltsyan. Auch die Wahl der weiteren Funktionsträger verlief reibungslos.