Große Leistung der Vilzinger vor großer Kulisse am Huthgarten gegen den FC Bayern München II

Mag die Regionalliga-Saison der DJK Vilzing noch so unstet verlaufen, zwei Konstanten sind dennoch auszumachen – das ist zum einen ein Heimsieg gegen den FC Bayern München II. Wie schon in den vergangenen drei Spielzeiten blieb der Dreier wieder am Huthgarten.
Zwei der letzten drei Duelle wurden am Abend ausgetragen, am Dienstag das erste Mal unter dem neuen Flutlicht im Manfred Zollner-Stadion. 1700 Zuschauer erlebten den 1:0 (0:0)-Sieg mit.
Gefährliches Feuerwerk
Und es gibt noch eine Konstante, wenn die Bayern-Fans kommen. Waren es zuletzt „nur“ Pyros, ließen sie sich diesmal etwas Neues einfallen – ein Feuerwerk. Dies führte nach Beginn der zweiten Hälfte zu einer kurzen Spielunterbrechung. Gleichzeitig wurde ein Banner ausgerollt, das auf die eingesetzte Drohne der Polizei abzielte. Darauf war zu lesen „Bullendrohne gesichtet – Abwehrraketen gestartet.“ Eine gefährlich Aktion, denn abgefeuert wurden die Raketen diesmal direkt aus dem direkt angrenzenden Waldstück.
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Fußball gespielt wurde auch noch – und das sehr erfolgreich aus Sicht der DJK. Dank des Treffers von Andreas Jünger in der 75. Minute holten die Vilzinger einen extrem wichtigen Heimsieg und stocken ihr das Punktekonto auf zehn Zähler auf.
Punkten mit aller Macht
Co-Trainer Matthias Graf, der den gesperrten Cheftrainer Thorsten Kirschbaum vertrat, sagte nach Spielschluss: „Für uns war es heute wichtig, nach der Niederlage in Aschaffenburg dreifach zu punkten. Wir wollten das mit aller Macht.“ Dabei verhehlte Graf nicht, dass seine Elf in der einen oder anderen Situation etwas Glück hatte und einen sehr guten Torwart.
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„Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel nicht unverdient gewonnen“, so Graf. Ab der 70. Minute wurde die DJK mutiger und kreierte Torchancen, was dem Co-Trainer gut gefiel. Keeper Fabian Eutinger konnte die Führung dann in der ein oder anderen brenzligen Situation festhalten. Bayern-Trainer Holger Seitz war nach der dritten Niederlage in Folge in Vilzing bedient: „Am Ende haben wir das Spiel verdient verloren, weil wir es nicht geschafft haben, in der Phase in der ersten Halbzeit, in der wir überlegen waren, uns eine klare Torchance herausspielen, in Führung zu gehen. Das hätte der jungen Truppe Sicherheit gegeben.“

Und dann blieb noch die Frage zu klären: Wo war eigentlich Cheftrainer Thorsten Kirschbaum? Er musste ja den Sieg seiner Truppe gegen den FC Bayern München II von außerhalb verfolgen. Nach der „Trainerstuhl-Aktion“ in Aschaffenburg war er rotgesperrt. Er hatte sich oben bei der Anzeigentafel unters Publikum gemischt. „Es war schon ungewohnt, die Partie von diesem Blickwinkel zu verfolgen“, sagt er nach Spielschluss.
Vor allem freute sich Kirschbaum darüber, dass sich die Truppe vor dieser großen Kulisse für ihre gute Leistung belohnen konnte. Das Spiel, so Kirschbaum, hatte alles, was es zu einem guten Abendspiel braucht. Wobei der Ex-Profi eine klare Meinung vertritt zu der Aktion der Bayern-Fans: „Ich stand unmittelbar in der Nähe, ich fand das brandgefährlich.“ Nicht zuletzt waren ja auch viele Eltern mit ihren Kindern unter den Zuschauern.
Viel Zeit, um sich über den Erfolg zu freuen, hat die DJK nicht. Am Samstag geht es zum VfB Eichstätt, wo man möglichst nachlegen sollte, um dann in etwas ruhigeres Fahrwasser zu kommen.