„Fast wie die Blaue Nacht – nur kleiner“: Gäste schwärmen von Berchings Berchinale

Besser hätte die Premiere der neu konzipierten Berchinale am Wochenende nicht laufen können: optimales Wetter, beeindruckende Lichtkunst und zahlreiche Besucher in Berching. Für diese gab es viel zu entdecken in der Altstadt.
Kein Wunder, dass Katrin Hradetzky „super zufrieden“ war. Die Leiterin des Kulturbüros hatte die Berchinale organisiert, unter anderem gemeinsam mit Künstler Holger Dollinger von Buntlicht. Dafür lobte sie Zweiter Bürgermeister Christian Meissner bei der Eröffnung am Freitag. „Das Konzept, auf regionale Künstler zu setzen, ist komplett aufgegangen“, freute sich Hradetzky.

Auch die Besucher waren sehr zufrieden. Für die Kinder Anton, Hanna und Lukas waren die leuchtenden Bänder, die über die Sulz im Kufferpark gespannt waren, der Hingucker schlechthin.
Das Künstlerkollektiv Fashion Ultras aus Leipzig hatte die Idee, metallisch glänzende Bänder anzubringen, die durch Licht reflektieren und im Wind flattern.
Leuchtbänder im Kufferpark waren beliebt

Auch zahlreiche andere Besucher schwärmten von dem Blickfang im Kufferpark, der am Samstagabend durch mystische Klänge von Omwoldon musikalisch untermalt wurde. Viele Gäste machten es sich auf dein Steinstufen im Park bequem und genossen die Atmosphäre. „Das Flair ist toll. Und für Familien ist auch viel geboten“, sagte Besucherin Regina Steinberger aus Fribertshofen.












Beispielsweise hatten Jugendliche mit Jugendbetreuer Bernd Knüfer einen Schwarzlicht-Foto-Punkt im Spital kreiert. Perfekt für ein strahlendes Erinnerungsfoto, dachten sich wohl auch Madeleine und David Sommer mit ihren Kindern Maximilian und Karl. Die junge Familie aus Möning fand nicht nur den Fotospot und das Leuchtband im Park toll. „Auch die Stäbe zu fangen, war cool“, sagte Maximilian. Mitarbeiter der Firma Schabmüller hatten am Pettenkoferplatz ein Reaktionsspiel aufgebaut: Leuchtende Stäbe, die von oben herunterfallen, mussten die Besucher dabei auffangen.
Leuchtturm bei der Berchinale in Berching
Stephanie Bengl und Richard Napierkowski aus Neumarkt fanden zudem schön, dass man die ausgestellten Lichtobjekte bewerten konnte. Unter anderem den Leuchtturm an der Uferpromenade haben beide sehr gut beurteilt. Beeindruckend fanden sie auch das Kunstwerk „Das Licht geht aus“ von Julia Strohmeier (Kunstpädagogik-Studentin an der Uni Regensburg) und Lorenz Dyckerhoff im Gebäude des Heimatmuseums.

Sehenswerte Video-Projektionen an Häuserfassaden in der Altstadt, Kunstausstellungen, eine Lichtershow von Team Philgor sowie Musik – unter anderem eine überfüllte Lorenzkirche beim Konzert der Gruppe „SING!“ – rundeten die beiden Abende ab.
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um Erinnerungsfotos zu schießen – so auch Lea und Tim Forster aus Möning. Sie posierten als Schneewittchen und als einer der sieben Zwerge. Auch Mama Julia und Papa Basti hatten ihren Spaß bei der Berchinale. „Das ist fast wie die Blaue Nacht in Nürnberg – nur kleiner.“