Nach grausigem Fund bei Neunburg: Verkohlte Leiche ist identifiziert

Nach dem Fund einer verkohlten Leiche in der sogenannten Heinrichsruh bei Stetten im Neunburger Stadtgebiet (Landkreis Schwandorf) gibt die Polizei weitere Details bekannt. Inzwischen ist geklärt, wessen Körper in einem Auto bis zur Unkenntlichkeit verbrannte.
Wie berichtet, hatten zwei Anwohner am 18. August den grausigen Fund gemacht. Das Auto parkte zwischen Fischweihern in der Heinrichsruh. Die verkohlte Leiche saß auf dem Fahrersitz, auch das Fahrzeug wurde total zerstört.
Schnell vermuteten die zuständigen Ermittler der Kriminalpolizei Amberg, dass es sich bei der Leiche um den 62 Jahre alten Halter des Autos handeln könnte. Er hatte am 17. August in der Heinrichsruh gemeinsam mit Freunden einen lauen Sommerabend genossen und war dort alleine zurückgeblieben.
DNA-Abgleich führte zur Gewissheit
Wie Polizeisprecherin Corinna Wild auf Nachfrage der MZ berichtete, konnte inzwischen die Identität der Leiche geklärt werden. Ein DNA-Abgleich habe ergeben, dass es sich dabei tatsächlich um den Halter des Wagens handelt.

Die Todesursache sei dagegen weiter ungeklärt. „Eine Obduktion der Leiche steht noch aus“, sagte die Polizeihauptkommissarin. Die Ermittler erhoffen sich durch die Untersuchungen weitere Hinweise auf die Todesursache. Ein Gewaltdelikt könne aber nach jetzigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden, so Polizeisprecherin Wild.
Clique traf sich im Sommer regelmäßig in der Heinrichsruh
Die Heinrichsruh, ein schöner, friedlicher Fleck, gelegen mitten in der Natur, war ein beliebter Treffpunkt für den 62-Jährigen und seine Bekannten. Die Clique, zu der etwa zehn Personen zählten, verkehrte dort im Sommer regelmäßig. An den Feiertagen wurde gegrillt, sonst trank man dort nur das eine oder andere Bier. „Es waren aber keine Alkoholexzesse“, hatte einer der Männer im August gegenüber der MZ betont.
Die Clique musste damals nicht nur den Tod des 62-Jährigen verschmerzen. Auch ein weiterer Mann aus der Runde starb fast zeitgleich. Zwischen den Todesfällen soll es aber keinen Zusammenhang geben, so die Polizei.