Ruhe vor dem Sturm auf die 41. ChamlandSchau: Aber Hektik ist vorhergesagt

Von Johannes Schiedermeier · 17. September 2025 um 19:00

Die Macher der ChamlandSchau haben bereits begonnen, langsam rückwärts zu zählen. Noch wirkt alles recht gelassen auf dem Chamer Festplatz. Ein Gabelstapler dreht mit Paletten seine Runden. Das Zelt steht. Und neben dem Zelt steht einer, mit dem man hier und heute nicht gerechnet hat...

Der Zenk Fritz lehnt neben der offenen Tür des Messebüros. 39 ChamlandSchauen hat er schon organisiert. 28 auf dem Festplatz, elf noch in der Ostbayernhalle. Seit zwei Jahren hat Jim-Patrick Müller übernommen. Der Reporter staunt, der Zenk Fritz grinst und verrät auf Nachfrage den Hintergrund: „Ich bin noch immer gegenüber der Stadt für den Platz verantwortlich.“

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Heißt jetzt genau was? „Wir haben den Platz hier immer mindestens so anständig verlassen, wie wir ihn vorgefunden haben“, sagt Zenk. Und dann hat er natürlich noch ein Pfund, das er in die Waagschale werfen kann: jede Menge Routine.

Alle am Donnerstag

Auch, wenn er genau weiß, was jetzt auf die 41. Chamlandschau zurollt, macht ihn das schon lange nicht mehr nervös. Er weist auf das recht lässig wirkende Treiben und sagt: „Wer wirklich Hektik erleben will, der muss am Donnerstag kommen, wenn alle Aussteller gleichzeitig durch den Haupteingang ins Zelt wollen.“

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Bei der ChamlandSchau ist es nämlich genauso wie in vielen anderen Dingen: Es läuft meist doch auf den letzten Drücker. „Wir schreiben die Leute an, sie sagen für Mittwoch zu, und dann kommen sie doch am Donnerstag.“ Und dann wird’s oft eng. Denn es gibt – im Hauptzelt – eine echte Deadline: 17 Uhr. Dann nämlich werden unter Zuhilfenahme einer kleinen Nachtschicht 350 laufende Meter roten Teppichs in den Hauptgängen verlegt.

„Das läuft...“

Da kann man keinen mehr brauchen, der irgendwo drüberläuft. Deswegen hat der Zenk Fritz momentan sowieso ein paar Leute im Visier. Denn einige Aussteller haben bereits ihre Teppiche verlegt und Teile ihrer Stände aufgebaut. Manch einer kommt dann von draußen rein. „Die trampeln dann da drüber, wie zeigt auf die deutlich sichtbare Spuren von Sicherheitsschuhen. Nach so langen Jahren in der Organisation bringt das einen Zenk Fritz auch im „Chamland-Ehrenamt“ nicht aus der Ruhe. „Das läuft...“

Bis zur Eröffnung am Freitag um 11 Uhr müssen 140 Aussteller eingezogen sein. Bereits am Mittwoch zeigt das neue Kinderland mit Hüpfburg, Karussell und Soccerdarts erste Konturen. Neu wird auch der Seniorennachmittag sein, den die neue Generation der Organisatoren eingeführt hat. Jim-Patrick Müller und Maximiliane Schirlitz haben ihn für Montag angesetzt.

Parken vor der Haustür

Ansonsten setzt die 41. ChamlandSchau auf ihre traditionellen Werte. Sie versteht sich als Spiegel der Wirtschaft im Landkreis Cham. Autohändler trifft Ofenbauer, Energietechnik trifft Gartenbau, Bank trifft Immobilienmakler. Alle Branchen sind gut vertreten. So gut, dass heuer die Ausstellungsfläche vergrößert worden ist.

Eine weitere gute Nachricht für alle, die nicht so weit gehen wollen: Erstmals dürfen heuer Besucher auf dem gegenüberliegenden Großparkplatz gebührenpflichtig ihre Fahrzeuge abstellen, weil für die Aussteller das Parkhaus an der Stadtthalle reserviert worden ist.

Ilse Aigner kommt am Sonntag

Am Sonntag kommt dann Landtagspräsidentin Ilse Aigner um 11 Uhr zum traditionellen Frühschoppen. Sie wird sich auf der ChamlandSchau recht schnell heimisch fühlen, weil der Landtag dort selbst einen großen Infostand aufgebaut hat. Am Sonntagnachmittag gibt Ex-Nationalspieler Benny Lauth eine Autogrammstunde.

ChamlandVital und -Up

In der Stadthalle werden zwei Tage lang ChamlandVital und ChamlandUp der Gesundheit und den Start-ups eine Bühne bieten.

Noch ist der Himmel grau. Aber die Palmen auf der ChamlandSchau sind wettersicher und sollen am Wochenende bis zu 27 Grad erleben. - Foto: Johannes Schiedermeier