Gloria von Thurn und Taxis zur Audienz bei Papst Leo – und die Adelige geht auf die Knie

Von Christian Eckl · 15. September 2025 um 14:40

Gloria von Thurn und Taxis besuchte den Heiligen Vater und begleitete die „European Fraternity“ von Erzherzog Imre von Habsburg-Lothringen in den Vatikan. Der Heilige Vater sei „herzlich“ gewesen, schildert die umstrittene Adelige aus Regensburg im Gespräch mit der Mediengruppe Bayern.

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Die Zeiten, in denen mit Papst Benedikt XVI. für prominente Regensburger ein Zugang zum Heiligen Vater relativ einfach war, sind längst vorbei. Schon bei Papst Franzsikus, der von 2013 bis 2025 auf dem Stuhl Petri saß, waren die einstigen Vatikanisti aus Regensburg nur noch Zaungäste. Doch gerade der neue, charismatische Papst Leo XIV. bewegt auch die gläubigen Katholiken im Bistum Regensburg. Eine Figur, die seit Jahren keinen Hehl aus ihrer Nähe zur Kirche macht, aber mit Papst Franziskus wohl nicht in allen Punkten mitgehen wollte, ist Gloria von Thurn und Taxis. Jetzt hatte die Adelige die Gelegenheit, den neuen Papst hautnah zu erleben: Sie war Teil einer Entourage, die vom Heiligen Vater empfangen wurde, wie sie der Mediengruppe Bayern bestätigte.

Gloria von Thurn und Taxis kniet vor Papst Leo . - Foto: Vatican Media

Die Regensburgerin trug den schwarzen Schleier, der obligatorisch ist für Frauen, wenn sie den Papst treffen. Denn die Familie von Thurn und Taxis gehört nicht zu den Adelsgeschlechtern, deren Frauen das „Privilège du blanc“ besitzen. Es ist das Privileg einiger katholischer Königinnen und Fürst-innen. So darf die Königin von Spanien, Letizia, ebenso wie die Vorgängerin und Ehefrau von Juan Carlos I., Sophia, Weiß tragen. Zu dem Kreis zählen auch die mit dem Fürstenhaus verwandte belgische Königin Paola sowie die Nachfolgerin Königin Mathilde, aber auch die Fürstin von Monaco, Charlène, sowie die Großherzogin von Luxemburg, Maria Teresia.

Ein Verwandter der Großherzogin und des Großherzogs von Luxemburg brachte die Adelige aus Regensburg nun auch zum Papst. „Ich war Teil einer kleinen Delegation von etwa 40 Personen der von Erzherzog Imre von Habsburg-Lothringen gegründeten ,European Fraternity“, sagte Gloria von Thurn und Taxis der Mediengruppe Bayern. „Das ist eine Organisation, die sich die christliche Evangelisierung auf die Fahne geschrieben hat“.

Der Heilige Vater war herzlich und freundlich. Er hat seine Freude über unser christliches Engagement zum Ausdruck gebracht

Gloria von Thurn und Taxis

Imre von Habsburg-Lothringen ist über seine Mutter verwandt mit dem Luxemburger Großherzog. Über das Zusammentreffen, bei dem die Adelige niederkniete, wie sie es früher auch vor anderen hohen geistlichen Würdenträgern tat, sagte sie: „Der Heilige Vater war herzlich und freundlich. Er hat seine Freude über unser christliches Engagement zum Ausdruck gebracht.“ Von Thurn und Taxis trug bei dem Besuch, der im kleinsten Audienz-Salon des Vatikans stattfand, den Orden der Malteser sowie den päpstlichen Orden des Heiligen Gregorius.

Auf Schloss Emmeram empfing die Adelige häufig Geistliche wie den früheren Regensburger Bischof Gerhard Ludwig mit Handkuss,

Immer wieder steht die Adelige in der Kritik, weil sie rechtspopulistische Ansichten teilt. Zuletzt sorgte sie für Aufsehen, weil sie die AfD-Parteivorsitzende Alice Weidel ins Schloss einlud. Demnächst erscheint ihr neues Buch „Lieber unerhört als ungehört“, das ihre umstrittenen Ansichten auch zum Glauben thematisiert.