Premiere in Roding: Erster Faschingszug der SpVgg Mitterdorf durch die Stadt

Einen Tag im Kalender sollten sich die Bürger im Rodinger Stadtgebiet schon jetzt fest im Terminkalender rot anstreichen, nämlich Sonntag, 15. Februar 2026.
Denn dann wird es unter dem Motto „Aus dem Winterschlaf erwacht – Jetzt wird’s narrisch gemacht“ den ersten Faschingszug der SpVgg Mitterdorf im Stadtgebiet geben. Neben den Bällen ein weiterer Höhepunkt in der Faschingssasion.
Von Idee zum großen Projekt
Was als Idee im Freundeskreis begonnen hat, hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem großen Projekt entwickelt, wovon nun die Bevölkerung profitieren soll. Im Gespräch mit unserer Zeitung lassen Larissa, Pauline und Markus Lickl sowie Melanie Brahmer die letzten Wochen Revue passieren und erzählen die Geschichte, wie es dazu kam, dass an jenem Sonntag im Februar womöglich das Stadtgebiet in eine einzige Partymeile verwandelt werden wird.
Larissa Lickl sagt es mit einem Lachen: „Es war eigentlich nur eine Idee im Freundeskreis, die im April entstand. Wir haben darüber geredet, ob wir uns nicht einen Faschingswagen bauen, um dann irgendwo mitzumachen.“ Nach dem ersten Gespräch darüber schmiss man es einfach mal so in die Runde – warum machen wir nicht unseren eigenen Faschingsumzug in Mitterdorf? Und „geboren“ war das Kind.
Name war schnell gefunden
Schnell hatte man auch einen Namen dafür gefunden – wach.und.narrisch.mitterdorf. Kurzum gründete man ein Organisationsteam, welches unter dem Namen der SpVgg Mitterdorf die Planungen fortan vorantrieb.
Als man Bürgermeisterin Alexandra Riedl die Idee präsentierte, stieß man bei der Rathaus-Chefin gleich auf offene Ohren. Und kurzum saß man nur wenige Tage später zusammen mit Bürgermeisterin, Polizei und Ordnungsamt an einem Tisch, um die Idee und die Planungen zu konkretisieren. Unterstützung erfahren die Mitterdorfer dabei, wie Larissa Lickl berichtet, von den Feuerwehren, die ihre Fahrzeuge an der Zugstrecke wieder als Absperrung zur Verfügung stellen werden, sowie von der Stadt Roding mit ihren Betonpollern.
Keine Konkurrenz
Eines stand auch noch am Anfang der Planung ganz oben, wie Larissa Lickl sagt: „Wir haben natürlich geschaut, wann sind die Umzüge in der Umgebung, wie Schorndorf oder auch Reichenbach, denn wir wollten keinesfalls mit denen kollidieren oder eine Konkurrenz darstellen.“ So fiel die Wahl auf den Sonntag, 15. Februar. Und die erste Termineinladung für den Faschingszug ist auch schon an die Vereine im Stadtgebiet verschickt worden, aber auch darüber hinaus freut man sich auf Wagen und Gäste.
„Alle – auch über die Stadtgrenzen hinaus, sind eingeladen, hier mitzumachen“, sagt Markus Lickl. Deshalb lassen sich die Organisatoren auch noch den Startort des Zuges offen. Erfährt man ganz viele Anmeldungen, was man natürlich hofft, wird der Faschingszug am Rodinger Esper starten, von wo man aus nach Mitterdorf zieht bis zur Heide, ehe man über den Fliederweg zurück zur Grundschule kehrt, wo die Abschlussveranstaltung stattfinden wird. Sind es etwas weniger Teilnehmer, wird man in der Heilbrünnlstraße Aufstellung nehmen, ehe man durch Mitterdorf bis zur Heide zieht, ehe man über den Fliederweg zur Grundschule zurückkehrt.
Wir haben zum Glück Tipps unter anderem aus Schorndorf bekommen, wo der Faschingszug schon fest etabliert ist.
Larissa Lickl
Wie Larissa Lickl betont, lässt man bewusst die Teilnehmerzahl nach oben offen. Über eines freut man sich aber schon, wie Melanie Brahmer anfügt. Es gibt bereits die ersten festen Anmeldungen von Gruppen und Wagen. Im nächsten Schritt wird man dann auch noch die Schulen und Kindergärten anschreiben und anfragen, ob diese hier auch mitmachen möchten.
Doch wie organisiert man einen Faschingszug ganz ohne Vorerfahrung? „Wir haben zum Glück Tipps unter anderem aus Schorndorf bekommen, wo der Faschingszug schon fest etabliert ist“, sagt Larissa Lickl. Und auch für Mitterdorf glaubt man an den Erfolg und die Etablierung, denn die ersten Rückmeldungen dazu sind durchweg positiv.
Große Vorfreude
„Die Leute freuen sich, dass so etwas wieder auf die Beine gestellt wird“, sagt Markus Lickl. Nachdem diese erste Planungsphase nun abgeschlossen ist, geht es für das Organisationsteam der SpVgg Mitterdorf selbst ans Eingemachte, denn man muss sich nun dem eigenen Wagenbau widmen. Wie so ein Wagen aussehen soll, da werden die Vereine Vorgaben erhalten, denn eine gewisse Breite und Größe darf nicht überschritten werden.
Und Pauline Lickl, die sich um den Social-Media-Auftritt kümmert, sagt es frei heraus: „Ich glaube auch, die Leute freuen sich darauf, weil sich wieder was bewegt. Es ist doch viel schöner, selbst mitzumachen, als nur bei einem Faschingszug zuzuschauen. Die Vorfreude, auf beiden Seiten des Regens überwiegt“, so Pauline Lickl.
Eines ist dem Organisationsteam ganz wichtig, und das betonen sowohl Larissa, Pauline und Markus Lickl zusammen mit Melanie Brahmer im Gespräch mit unserer Zeitung: „Der Fasching in Mitterdorf ist nie zum Erliegen gekommen, es wurde nur etwas ruhiger in den letzten 15 Jahren. Deshalb sagen wir auch – Aus dem Winterschlaf erwacht – Jetzt wird’s narrisch gemacht.“
Organisatoren, Strecke und Moderation
Organisations-Team: Das Orga-Team unter der SpVgg Mitterdorf besteht aus Larissa, Pauline, Franziska und Markus Lickl, Mia, Max, Melanie und Markus Brahmer, Joachim Hecht, Ulli Kraus, Caroline, Andrea, Constantin und Armin Hossinger, Elke Schwarzfischer sowie Steffi und Norbert Höcherl.
Strecke: Bei vielen Anmeldungen wird der Faschingszug am Rodinger Esper beginnen und von dort in Richtung Mitterdorf bis zur Heide führen, anschließend macht man kehrt und kommt über den Fliederweg zurück zur Grundschule, wo die Abschlussveranstaltung stattfinden wird. Bei etwas weniger Teilnehmern startet man in der Heilbrünnl-Straße, anschließend bleibt die Zugstrecke gleich.
Moderator: Für die Abschlussveranstaltung bei der Grundschule ist man derzeit noch auf der Suche nach einem Moderator, der die Wagen dann auch vorstellt.