Nicht von der CSU nominiert: Freystadts Bürgermeister Dorr tritt bei Wahl dennoch an

Es war eine Überraschung, als die Freystädter CSU im Juli nicht den amtierenden Bürgermeister Alexander Dorr für die Wahlen im kommenden Jahr nominierte. Etwas weniger überraschend kommt nun die Entscheidung des 53-Jährigen, trotzdem als parteiloser Kandidat bei der Bürgermeisterwahl anzutreten. So begründet er diesen Schritt.
Der Schritt bestätigt, was man in den vergangenen Wochen angesichts einer betont starken öffentlichen Präsenz von Dorr auch auf seinen eigenen Kanälen in sozialen Netzwerken vermuten konnte.
„Ich mache das nicht aus Trotz, sondern weil ich überzeugt bin, eine Chance zu haben“, sagt Dorr auf Nachfrage. Nach der gegen Tobias Maget verlorenen parteiinternen Stichwahl habe er viel Zuspruch von Bürgern erhalten – aber auch aus der CSU. Mit 36 zu 42 Stimmen war die Stichwahl zugunsten von Maget ausgegangen.
Neumarkter CSU entschied sich für Landratswahl gegen Dorr
Aktuell gelte es noch, die rechtlichen Formalien abzuklären, sagt Dorr, der sich aber sicher ist, dass er beispielsweise die Unterschriften für eine Unterstützerliste zusammenbekommt. „Wenn das ein Problem wäre, bräuchte ich gar nicht darüber nachdenken, bei der Wahl anzutreten.“
Die verlorene Nominierung für die Bürgermeisterwahl war die zweite schwere politische Niederlage für Dorr innerhalb von wenigen Monaten. Der Freystädter hatte sich bei der CSU auch um die Nominierung als Kandidat für die Landratswahl bemüht. Er war aber bereits im ersten Wahldurchgang an Marco Gmelch und Katharina Ziegler gescheitert. Ziegler wurde schließlich die Kandidatin.