Ferientipp: Denkmäler rund um Strahlfeld mit dem Rad oder zu Fuß erkunden

Von Mittelbayerische Zeitung · 5. September 2025 um 05:00

Zur Burgruine Schwärzenberg sind es vom Steinhäufl aus noch 700 Meter, zum Kloster Strahlfeld 3,8 Kilometer, zur Hindelmühle zwei Kilometer, zur Ziegelhütte beim Hammerweiher 1,6 Kilometer. - Foto: Jakob Moro

Urlaub und Freizeit zu Hause, dies ist auch in diesem Jahr möglich und ersetzt häufig Fernreisen. Radfahren ist so beliebt wie noch nie. Auch zu Fuß sind derzeit viele Menschen unterwegs. An Stellen, an denen bisher kaum Leute anzutreffen waren, begegnet man Erholungssuchenden. Heute schlagen wir ihnen eine „kulturelle Reise“ rund um Strahlfeld vor.

Strahlfeld hat eine lange Geschichte. Wir finden dort Relikte der Vergangenen, müssen nur genau hinsehen und diese suchen. Sie sind im Ort selbst, aber auch versteckt im Wald. Unsere „kulturelle Radtour“ beginnt in Oberkreith. Benutzen sie ab Roding Richtung Mitterdorf den gekennzeichneten Rad- und Fußweg.

Vier Bildstöcke an den Eingangsstraßen Strahlfelds stammen aus der Zeit, als in Strahlfeld ein Schottenkloster war. - Foto: Jakob Moro

Halt beim Sandsteinwerk

Besuchen Sie den alten Rodinger Bahnhof und das Industriedenkmal der ehemaligen Firma Kellermeier und versetzen Sie sich zurück in die Zeit vor 100 Jahren. Wussten Sie, dass in Oberkreith bereits im 12. Jahrhundert ein Sandsteinbruch war. Viele Bauwerke in der Umgebung sind aus Oberkreither Sandstein, so der Turm der Reichenbacher Kirche, der Further Bahnhof, viele Flurkreuze und einige Häuser in der Schorndorfer Straße Rodings und in der Reinwaldstraße. In Oberkreith fanden 1963 Arbeiter beim Straßenbau einen Bergwerkstollen, sie stießen auf ein Alaunbergwerk.

Unser Radweg wird teilweise unterbrochen, bis er in Oberkreith auf dem neuen, geteerten Fuß- und Radweg Richtung Strahlfeld wiederbeginnt. Nach einigen 100 Metern biegt links ein Forstweg ab Richtung Strahlfelder Fußballplatz. Dieser Forstweg ist für Autos und Motorräder gesperrt. Radfahren und Wandern sind erlaubt. Dort angelangt, erinnert das Gelände an eine Sandgrube, die in der Mitte des vorigen Jahrhunderts Sand für viele Gebäude rund um Strahlfeld lieferte. Die Sandgrube wurde aufgefüllt und ist heute kaum noch erkennbar.

Rechts geht es in Richtung Ruine Schellerlhof. - Foto: Jakob Moro

Einst ein Schottenkloster

Biegen Sie beim Fußballplatz links Richtung Weiherhaus ab. Fahren Sie bis zum sogenannten Pfannenschlag, ein Waldabteil der Bayerischen Staatsforsten. Dort geht rechts ein Forstweg weg. In diesem Bereich befindet sich ein Grenzstein mit einem Tatzenkreuz auf der Stirnseite aus der Zeit, als die Schotten in Strahlfeld Besitz hatten. Das Kloster Strahlfeld war ein Schottenkloster, bevor es vor über 100 Jahren die Dominikanerinnen erworben haben. Sie kommen, wenn sie auf dem Forstweg bleiben, zur Straße Strahlfeld-Neubäu. Dort angekommen, fahren Sie links weg. Sie sehen dort ein Taferl des Naturparkvereins Vorderer Bayerischer Wald/Stadt Roding. Lesen Sie dort den Wegweiser und fahren Sie weiter auf dem Wanderweg 64.

Machen Sie einen Abstecher in den Klostergarten in Strahlfeld. - Foto: Jakob Moro

Zur Ziegelhütte beim Hammerweiher sind es ab hier rund 2,7 Kilometer, nach Strahlfeld sind es 2,1 Kilometer. Fahren Sie weiter auf dem Forstweg. Sie kommen dann zur Straße Strahlfeld-Fronau. Dort biegen sie links ab Richtung Fronau, bis ein Wegweiser kommt, der Sie einlädt, Richtung Steinhäufl und zur Schwärzenburg, (Wanderweg 58 und 61) zu fahren/zu gehen.

Die Reste der Burganlage der Zenger vom Schwärzenberg - Foto: Jakob Moro

Am Marienort Steinhäufl machen Sie eine Rast und genießen die Ruhe des Waldes auf einem der zahlreichen Bankerl. Betrachten Sie das Marienbild in dem kleinem Kapellchen. Auch dort findet sich ein Wegweiser: Zur Burgruine Schwärzenberg sind es vom Steinhäufl aus noch 700 Meter, zum Kloster Strahlfeld 3,8 Kilometer, zur Hindelmühle zwei Kilometer und zur Ziegelhütte beim Hammerweiher 1,6 Kilometer. Bevor Sie das Steinhäufl verlassen, können sie die Ruine des Schellerlhofes erkunden.

Viel ist vom Schellerlhof nicht mehr zu sehen. - Foto: Jakob Moro

Ferien im Bayerwald

Urlaub oder Ferien? Oder Beides? – Wir haben da was für Sie, falls jemand gerade mit so viel Freizeit überfordert sein sollte.

Tipps und Vorschläge: Wir haben unsere Mitarbeiter mal angefragt, ob ihnen was einfällt. Irgendwas Schönes. Ein Tipp, wo sie schon einmal gewesen sind, und woran sie gerne zurückdenken. Die Ergebnisse lesen Sie in dieser Serie.

Oder selber eine Idee? Falls wir irgendwas auslassen sollten – schicken sie uns gerne ein paar Bilder und 150 Zeilen Beschreibung. Die Ferien dauern ja noch...