Ingolstädter Audi BKK mit Defizit von 157 Millionen Euro im vergangenen Jahr

Die Audi BKK hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Defizit von 157 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilte die Ingolstädter Betriebskrankenkasse am Mittwoch mit.
Sie konnte sich damit dem für die Gesetzliche Krankenversicherung allgemein schwierigen Jahr, das geprägt war von flächendeckend hohen Defiziten und ungebremst steigenden Kosten, nicht entziehen.
Die Ingolstädter haben den Angaben zufolge Leistungen in Höhe von insgesamt 2,728 Milliarden Euro finanziert, ein Plus von 8,51 Prozent. Das Haushaltsvolumen stieg um 8,62 Prozent auf 2,835 Milliarden Euro.
Auf Behandlungen im Krankenhaus entfielen 797 Millionen Euro
„Allein auf die Behandlungen im Krankenhaus entfielen 797 Millionen Euro (plus 7,58 Prozent)“, teilte die Krankenkasse mit. An zweiter Stelle lagen die Ausgaben für ärztliche Behandlungen mit 488 Millionen Euro (plus 6,89 Prozent), gefolgt von Aufwendungen für Arzneimittel in Höhe von 451 Millionen Euro (plus 10,39 Prozent). Je Versichertem stiegen die Gesamtausgaben im vergangenen Jahr auf 3680,60 Euro, die Einnahmen lagen bei 3476,59 Euro.
Obwohl der Zusatzbeitrag in diesem Jahr auf 2,4 Prozent gestiegen ist, gehöre man weiterhin zu den günstigsten Kassen bundesweit, hieß es in einer Mitteilung weiter. Im Jahresdurchschnitt wuchs die Kasse dabei um 18.473 auf mehr als 770.000 Versicherte. Und der Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort: Erstmals lag die Betriebskrankenkasse Mitte Juni mit mehr als 806 000 Versicherten über der 800 000-Marke.
„ System am Rand der finanziellen Leistungsfähigkeit“
„Starkes Wachstum in einem Jahr voller Hürden – das ist ein klares Signal für die Stabilität der Audi BKK“, betonte Anja Schramm (Foto), Vorstandsvorsitzende der Audi BKK. „Die ungebremst steigenden Leistungsausgaben bringen das System an den Rand der finanziellen Leistungsfähigkeit. Daran dürfen wir uns nicht gewöhnen. Die GKV braucht daher eine grundlegende Strukturreform“, forderte sie.
