Zug entgleist nahe Regensburg – Ein Passagier sorgt bei Evakuierung für Probleme

Bei Mangolding im Landkreis Regensburg ist am Montagnachmittag ein Zug entgleist. Zu Schaden ist niemand gekommen – und trotzdem gab es Probleme bei der Evakuierung.
Laut Bundespolizei Waldmünchen ist ein Zug auf der Bahnstrecke Passau – Obertraubling aufgrund eines Schienenbruchs gegen 18.30 Uhr entgleist. Materialermüdung sei wohl der Grund. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Fremdeinwirkung ausgeschlossen.
Der Zug sei aus dem Gleis hochgesprungen und dann wieder in den Gleisen gelandet; deshalb sei es keine „richtige“ Entgleisung gewesen, stellt die Polizei klar. Der Zug sei sogar noch etwa fünf Kilometer weitergefahren.
Zum Zeitpunkt der Entgleisung waren 25 Fahrgäste im Zug. 17 von ihnen wurden mit einem Ersatzzug evakuiert. Die restlichen Passagiere waren laut Polizei anderweitig versorgt. Eine Person widersetzte sich der Evakuierung. Sie wurde aufgrund von psychischen Beschwerden von Rettungskräften untersucht.
Die Einsatzkräfte waren am Abend noch vor Ort um festzustellen, wo genau die Schiene gebrochen ist. Wie hoch der Sachschaden ist, wird derzeit noch untersucht. Die Bundespolizei ermittelt auch zur Ursache des Schienenbruchs. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei wird von einer Materialermüdung ausgegangen.
Der Schaden wurde durch einen Bautrupp der Deutschen Bahn behoben. Inwieweit ein Fehlverhalten vorliegt sowie die Schadenshöhe sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Bundespolizei. Gegen 20 Uhr fuhr der Lökführer den Ursprungszug nach Regensburg in die Werkstatt.