47 Stellplätze auf der Stadellohe wieder frei

Von Johannes Schiedermeier · 20. August 2025 um 21:37

Cham. Nicht überall, wo man keinen Arbeiter sieht, arbeitet auch keiner. Mehrfach haben Bürger in den letzten Tagen diese Erfahrung auf der Stadellohe gemacht. Die Lösung hat nun Bürgermeister Martin Stoiber bei einem Ortstermin präsentiert: Die Firma Wutz ist unterirdisch im Kanal unterwegs. Und das durchaus erfolgreich. Dadurch sind in einem Teilbereich des Großparkplatzes 47 Stellplätze wieder frei geworden. Vorläufig.

„Es geht gut voran“, bestätigt der Bürgermeister. Zum Ortstermin hat er seinen Stellvertreter Walter Dendorfer mitgebracht und die beiden stellvertretenden Stadtbaumeister Melanie Dietl und Josef Ried. Von außen sind die frei gewordenen Parkplätze schwer zu erkennen, weil sie nur über die Zufahrt an der Scheurerkreuzung erreichbar sind und ein Bauzaun sie von der Hauptstraße trennt. Der Bauzaun muss aber bleiben, weil immer noch eine Baustelle dahinter liegt.

Momentan türmen sich nämlich im vorderen Bereich Richtung Brücke riesige Erdhaufen. Sie müssen in den nächsten Tagen beseitigt werden, weil sie entweder belastet sind, oder das Material für einen Einbau nicht mehr taugt.

Dort, wo sie jetzt liegen, will die Stadt eine Umfahrung für die Flutbrücken-Baustelle errichten. Das wird zwar nur ein Provisorium, aber trotzdem eine große Sache. Immerhin passieren diese Ausweichstelle täglich 25 000 Fahrzeuge. Die Dimensionen des Vorhabens werden auch langsam sichtbar.

2026 soll dann die Flutbrücke abgerissen werden. Dann entsteht dort auch eine neue Verkehrsführung in Form eines „Auges“, die Verkehrsprobleme an der Engstelle beheben soll. Davor gibt es aber noch eine Reihe von Problemen, die die Stadt in den Griff bekommen muss. So liegen unter der Brücke eine Rehe von Hauptleitungen. Unter anderem auch die Wasserversorgung. Dafür müssen bereits jetzt Regenunterführungen vorbereitet werden, damit das Wasser bei Baubeginn nur noch in neue Bahnen gelenkt werden muss. Sonst wären Teile der Stadt nicht versorgt.

Frei werdende Bereiche des Parkplatzes werden immer wieder freigegeben, sobald die Baustelle das gefahrlos zulässt. Das wird insbesondere in der Winterpause der Fall sein, versichert Bürgermeister Stoiber.

Und noch eine Erleichterung: In spätestens vier Wochen soll im verlauf der Hauptschlagader Richtung Janahof die Werner-von-Siemensstraße wieder frei sein.

Um dann die Großbaustelle Flutbrücke angreifen zu können, muss die Stadt erst einmal ihre Sanierungsprobleme in Cham-West in den Griff bekommen. Dort ist derzeit das Umfeld rund um den Schulberg weitgehend dicht, und auch die Ortsdurchfahrt Katzberg wird noch saniert.

All diese Baustellen will man im Rathaus von der Backe haben, wenn man die Flutbrücke angreift. Doch bisher passt das Wetter und die Baustellen laufen gut. Noch in den Ferien soll der Schulberg wieder durchgehend befahrbar sein. „Das müssten wir alles wie geplant hinkriegen“, sagt Stoiber.