Stellenabbau bei Webasto am Standort Hengersberg: Großteil der Mitarbeitenden nimmt Angebot an

Der Abbau von Stellen beim Autozulieferer Webasto am Standort Hengersberg (Landkreis Deggendorf) geht voran. 200 der derzeit 340 Beschäftigten sollen bis Jahresende das Unternehmen verlassen.
Um den Arbeitsplatzverlust aufzufangen, hat Webasto – das Unternehmen mit Sitz in Stockdorf bei München will deutschlandweit rund 650 Stellen streichen – für die Hengersberger Belegschaft eine Transfergesellschaft gegründet. Hierhin seien bereits 100 Webasto-Leute aus Hengersberg gewechselt.
Sie erhalten in der Transfergesellschaft zwölf Monate lang eine Unterstützung bei der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive und werden auch weiterhin vom Unternehmen bezahlt.
90 Prozent wechseln in Transfergesellschaft
Wie es auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern aus der Firmenzentrale heißt, haben sich auch von den verbleibenden 100 Mitarbeitenden, die bis zum Jahresende ihren Arbeitsplatz verlieren werden, etwa 90 Prozent dafür entschieden, in diese Transfergesellschaft zu wechseln.
Noch keine finalen Entscheidungen getroffen
Mit der Ankündigung der Stellenstreichung im April war die Aussage verbunden, Webasto wolle seinen Standort in Hengersberg aufgeben und ein „Entwicklungszentrum für Cabriodachsysteme“in der Region ansiedeln. Dafür will das Unternehmen geeignete Räumlichkeiten anmieten. Wo das sein wird, bleibt unklar.
Ebenso wie es keine Aussage zur weiteren Verwendung des Webasto-Standorts in Hengersberg gibt. Eine Sprecherin erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, es seien „noch keine finalen Entscheidungen getroffen“.