110 Reiter kommen äußerst sattelfest von München nach Waldmünchen

Selbst die große Hitze konnte ihnen nichts anhaben: Am Freitag sind gut 110 Sternreiter in Waldmünchen eingefallen und haben die Schlüssel der Stadt übernommen. Erstmals zog der Tross über das Böhmertor zum Marktplatz, begleitet von den Klängen des Trenckschen Fanfarenzugs. Damit haben die Sternreiter bereits zum 46. Mal den Ritt von München nach Waldmünchen durchgeführt.

Viele Schaulustige hatten sich am Waldmünchner Marktplatz am Nachmittag des Feiertags versammelt und bei der großen Hitze waren die Schattenplätze sehr begehrt. Für Abkühlung sorgte die Reitabteilung des Trenckvereins mit kühlen Getränken. Dann waren die Klänge des Fanfarenzugs zu hören, der zusammen mit den rund 110 Sternreitern von der Trenckstraße aus zum Marktplatz zog, begleitet von Katharina Schwab und Leutnant Gossau hoch zu Ross.
Martin Frank begrüßt
Auf der Bühne vor dem Rathaus begrüßte Vereinsvorsitzender Martin Frank die Reiterschar und freute sich, dass Ross und Reiter wohl auf waren. „Großen Respekt und Anerkennung, dass ihr es auch heuer bei den tropischen Temperaturen durchgezogen habt“, so Martin Frank. Er dankte aber auch dem Fahrerlager, welches im Hintergrund agierte und welches für eine reibungslose Abwicklung einen ganz entscheidenden Anteil hatte.
Bürgermeister Markus Ackermann wählte einen Strohhut gegen die Hitze und hatte viel Lob für die Reiter parat: „Die Sternreiter erreichen bereits zum 46. Mal die Trenckstadt, der Ritt hat also eine große Tradition. Und er leitet ein intensives Festspiel-Wochenende ein.“ Ackermann freute sich aber auch, dass wieder viele Italiener mit dabei waren und damit internationales Flair vorhanden war.

Für die Organisationsleitung sprachen Johann Hof und Manfred Strahlheim. So hatte das Fahrerlager um Alto Müller und Frank Gröschl heuer wenig Personal, dafür aber eine große Disziplin und deshalb habe wieder alles bestens funktioniert. Für den Chef des Reiterlagers gab es deshalb einen „Ehren-Lederarschorden“, weil dieser bereits zum 25. Mal dabei war. Die Verantwortlichen der VFD Bayern (Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland), darunter Heiner Natschack und Jutta Poster, dankten für den herzlichen Empfang in der Trenckstadt. Es war ein besonderes Anliegen, den 17 Reitern aus Italien zu danken (viele von der Vereinigung Natura a Cavallo), von denen doch auch einige zum ersten Mal dabei waren. Es sei 17 Jahre gelebte deutsch-italienische Freundschaft.
Die Schlüssel der Stadt
Anschließend forderte Reiterboss Manfred Strahlheim die Schlüssel der Stadt und er bekam diese von Amtsbürgermeister Kayser (Klaus Gruber) ohne großen Widerstand überreicht. „Die Stadt gehört uns“ war da von der Bühne zu hören. Und bevor es ins Quartier nach Blumlohe weiterging, konnten die Verantwortlichen des Sternritts noch diverse Ehrungen für mehrmalige Teilnahme übergeben.
In Blumlohe selbst kümmerten sich die Familie Bauer und die Trenck-Reitabteilung um das Wohl von Ross und Reitern. So wurde am Samstagmorgen von einem Team ein Frühstück vor der Trenckschen Reitstallung gezaubert, an welchem sich alle vor Antritt der Heimreise noch einmal stärken konnten. Das Team stand schon ab 6 Uhr parat, so dass die Reiter noch bei morgendlich angenehmen Temperaturen das Frühstück im Freien genießen konnten. (wbs)
Teilnehmer-Ehrungen
■ Dreimalige Teilnahmen: Sandra Diesner, Monika Hauner, Monika Link, Silvia Neuhäusser, Nicole Nicklas
■ Fünfmalige Teilnahmen: Angelika Franz, Antonie Franz, Rosemarie Markreiter, Armin Mergler, Gianni Negrisolo, Dagmar Wagner, Tila Wagner
■ Zehnmalige Teilnahmen: Hans Bachmair, Diego Cavagna, Andreas Dümper, Manuela Dümper, Dietmar Köstler, Karin Nussbaum
■ 15-malige Teilnahmen: Gaby Heim, Bernd Schmid
■ 20-malige Teilnahmen: Isabella Schwarzer, Klaus Weiske
■ Ältester Teilnehmer: Dr. Dietmar Köstler (Ehrenpräsident der VFD),
■ Jüngste Teilnehmerin: Laura Hasl
■ Meiste Teilnahmen: Paul Hasl