Kelheims neue Queenie zählt die Stunden, ihr „Hofstaat“ steht bereit

Von Beate Weigert · 11. August 2025 um 19:00

Viele Jahre war ihr Papa der Kelheimer „Promi“. Ab Mittwoch steht Sabine Mathes ein Jahr als Festkönigin im Rampenlicht. Damit geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Die 21-Jährige hat aber auch eine eiskalte Leidenschaft.

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Gut, dass sie Mittwochvormittag noch arbeiten ist, „dann bin ich abgelenkt“, sagt Kelheims neue Festkönigin. Am Abend wird Sabine Mathes nach Einzug und Anzapfen im Festzelt als Nachfolgerin von Natalie Mann gekrönt. Bei voraussichtlich hochsommerlichen Temperaturen.

Mit Vorgängerin Natalie teilt Sabine die Liebe zum Sport. Beim Race24 trat sie heuer zum dritten Mal in die Pedale. Diesmal für das Mixed-Team der Freien Wähler. Dank neuem Rad und Trainingsfleiß lief es „so gut wie nie“. Neben Laufen liebt Sabine Mathes aber auch das Skifahren im Winter.

Selfie mit Linus Straßer

Als im Februar die internationalen Ski-Asse bei der WM in Saalbach-Hinterglemm um Medaillen kämpften, war Sabine hautnah dabei. Als freiwillige Helferin im „Happy to help“-Team. Ihr Highlight: Nach dem ersten Durchgang knipste sie ein Selfie mit dem Deutschen Linus Straßer. Später raste der furios zu Bronze im Slalom.

Mit rosa Warnwesten über dunkelblauen Skianzügen stachen Sabine und die anderen Volunteers den Besuchern ins Auge. Sollten sie ja, denn zwei Wochen lang wiesen sie den Fans bei knackigen „minus zehn Grad“ in fast allen Lebenslagen den Weg.

Nach der Vorstellung im Hauptausschuss vor einigen Wochen gab es Blumen für Sabine Mathes von Bürgermeister Christian Schweiger. - Foto: Beate Weigert

In den kommenden zwölf Monaten wird Sabine zuhause in Kelheim und bei vielen Terminen und Festen den Menschen ins Auge stechen. Diesmal mit Krone und Schärpe.

Die 21-Jährige freut sich sehr auf diese Zeit. „Ich wolle das immer schon machen“, sagt sie. Als kleines Mädchen habe sie angefangen die Autogrammkarten der Königinnen zu sammeln. Nun wird sie selbst eine sein. „Das ist etwas, das nicht jeder machen darf.“ Zudem sei sie stolz, anderen zu zeigen, wie schön es in Kelheim ist, sagt Sabine. Wenn sie beim Skifahren oder sonst unterwegs ist, kennen viele oft nur ein Bier, das in der Kreisstadt gebraut wird. „Aber da ist noch viel mehr.“

Mit 19 hatte sich Sabine Mathes schon einmal beworben, verrät sie. Damals kam Alida Elsner zum Zug. Nun ist Sabine frisch ausgelernte Bankerin. „Jetzt passt es perfekt“, findet die 21-Jährige.

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Ins Bank-Business wollte sie ursprünglich gar nicht, „weil die halbe Familie schon da arbeitet“. Nun findet sie, dass die Arbeit für sie „die perfekte Mischung“ sei. Man habe viel mit Menschen zu tun, arbeite aber auch mal konzentriert im Büro.

Das Dirndl für ihre Krönung hängt seit einem Monat im Schrank. Bei der „Italienischen Nacht“ schnappte Sabine Mathes Mama Petra, schlüpfte im Trachtengeschäft in der Innenstadt in das bereits zuvor ausgeguckte Dirndl – und was sollte sie machen, es passte perfekt, „da mussten wir es mitnehmen“, sagt sie und lacht.

Ihre Freunde wollen als „Hofstaat“ mitreisen

Mittlerweile hat sie sich drei neue Dirndl gekauft. Und ihre Freundinnen und Freunde haben spaßeshalber auch schon „Jobs“ in ihrem Hofstaat unter sich aufgeteilt. Als „Hofnarren, Mägde und einiges mehr“ wollen sie Kelheims neue Festkönigin zu ihren Auftritten gerne begleiten. Die freut’s.

Auf vielen Festen waren sie bislang auch schon gerne unterwegs. Am Woodstock der Blasmusik in Österreich oder heuer erstmals auf der Erlanger Bergkirchweih. Sabine Mathes war überrascht, welch tolle „Volksfest-Party-Stimmung“ dort bereits tagsüber herrschte.

Ich wollte das schon immer machen. Jetzt, wo ich mit meiner Ausbildung fertig bin, ist das der perfekte Zeitpunkt. Ich freue mich darauf, anderen zu zeigen, wie schön es in Kelheim ist.

Sabine Mathes

Das Kelheimer Volksfest kennt Sabine aus vielen Perspektiven. Schon als kleines Mädchen marschierte sie beim Einzug mit Papa Fritz mit, der von 2002 bis 2014 Kelheimer Bürgermeister war. Später zog sie mit den ATSV-Schwimmern zur Festwiese und auch beim Volksfestlauf ging sie bereits an den Start. Sabines erstes offizielles „Repräsentationsamt“ ist die Festkönigin nun aber nicht. Zu Grundschulzeiten war sie „das Engerl am Christkindlmarkt“.

Kelheimer Volksfest feierte Sabine bislang mit ihren Freunden an allen sechs Tagen. Diesmal muss sie mit einem Tag weniger auskommen. Denn 2025 endet „die fünfte Jahreszeit“ bereits am Sonntag. Auf vieles freut sich Sabine. Nur eines, was viele Herzen höherschlagen lässt, lässt sie kalt. „Schoko-Erdbeeren mag ich einfach nicht. Die Schoki schon, aber das Obst nicht.“ Eher könne man ihr mit einem Wurstsalat oder einem Obatzn ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, verrät Hoheit.

Oft heißt es, „warum gibt es keinen König?“ – „Da müssen sich die Männer halt mal bewerben, vielleicht klappt es ja.“

Bald mal einen Triathlon?

• Autogramme: Sabines Karten zum Signieren sind gedruckt. Ihre Autogrammkarten zeigen sie vor dem Donautor und in der Natur beim Kneippbecken.

• Hobbys: Laufen, Schwimmen, Rad- und Skifahren sind Sabines Hobbys. Vielleicht tritt sie ja mal zu einem Triathlon an. Der Gedanke spukt ihr zumindest ab und an durch den Hinterkopf.