Füracker stellt sich bei Dom-Besuch in Regensburg einer „ganz persönlichen Challenge“

Von Jürgen Scharf · 6. August 2025 um 17:00

Der bayerische Finanzminister versucht sich in der Bauhütte als Steinmetz und überwindet dann seine Höhenangst.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine dunkle Kindheitserinnerung. Als er noch klein war, habe er sich bei Ausflügen nach Regensburg immer gewundert, „warum der Dom so schwarz ist“, erzählt Albert Füracker. Nun ist er bayerischer Finanzminister und freut sich darüber, „dass der Dom wieder so toll aussieht“.

Lob für handwerkliche Kompetenz

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Dombauhütte errichtet, um das gotische Bauwerk dauerhaft zu pflegen. Zuletzt wurde die Dombauhütte selbst saniert. Mehr als ein Dutzend Steinmetze arbeiten dort. Füracker stattete ihnen nun einen Besuch ab. Er lobte die Mitarbeiter für deren handwerkliche Kompetenz. Nur so sei es möglich, dieses „kulturelle Herzstück der Altstadt und bedeutende Symbol für Bayerns reiche Kultur und Tradition“ angemessen zu betreuen: „Das Dombauwesen ist ein Stück bayerische Heimat.“

Der Leiter des Staatlichen Bauamts in Regensburg, Karl Stock, habe ihn immer wieder daran erinnert, „dass ich doch einmal vorbeikommen wollte. Jetzt hat es endlich geklappt“.

Mit Hammer und Meißel an den Stein ran

Bürgermeisterin Astrid Freudenstein und Dompropst Franz Frühmorgen begleiteten Füracker bei seinem Rundgang durch die Bauhütte. Deren Leiter Matthias Baumüller zeigte ihm, wie die Steine des Doms restauriert werden. Der Minister konnte sich mit Hammer und Meißel sogar kurz selbst versuchen.

Zum Abschluss gab es dann einen Programmpunkt, an den Füracker nach eigenen Angaben die vergangenen Tage immer wieder gedacht hat: „Mit der Höhe habe ich nämlich so meine Probleme.“ Er wolle sich die Gelegenheit aber nicht entgehen lassen, zu den Domtürmen hinaufzufahren und die Aussicht dort zu erleben: „Das ist dann eben so etwas wie eine persönliche Challenge für mich.“ Dompropst Frühmorgen bestärkte ihn bei dieser Entscheidung, schließlich sei es durch das „beste Wetter, das wir heute haben“, eine sehr gute Gelegenheit, „dem Dom aufs Dach zu steigen“.