Bulmare und Wasserwacht Burglengenfeld: Doppeljubiläum gebührend gefeiert

Von Stefan Barte · 4. August 2025 um 11:00

Am vergangenen Samstagmorgen startete das Bulmare zusammen mit der Ortsgruppe der Wasserwacht Burglengenfeld eine riesige Geburtstagsfeier. Sie dauerte den ganzen Tag. Bereits um 10 Uhr öffnete das Bad seine Pforten und der Tag endete mit der großen Poolparty um Mitternacht.

Der Besucherandrang war trotz des schlechten Wetters von Anfang an riesig und so verwandelte sich der Innenbereich des Schwimmtempels innerhalb kürzester Zeit zu einer einzigen Saunalandschaft. Die Wasserwachtler hatten alle Hände voll zu tun und zusammen mit der AOK sorgten sie mit ihrem Parcours dafür, dass es auch den kleinen Wasserratten nicht langweilig wurde. Gut 100 Stempelkarten gaben sie aus und die Kids begaben sich auf ihre Entdeckungstour.

Mindestens vier Stationen

Sprungturm, Tauchstation, Zielspringen, eine Malstation und eine Station mit Herz-Lungen-Wiederbelebung warteten auf sie. Besondere Anziehungskraft hatte dabei zweifelsohne der Surfsimulator, bei dem das Gleichgewicht gefordert war. Wer mindestens vier Stationen erfolgreich abgelegt hatte, erhielt einen alkoholfreien Cocktail an der Bar.

Daneben konnten die Kinder auch den eigens entworfenen Wasserwachts-Patch mit dem kleinen gestickten Axolotl erschwimmen. Die dafür geforderten Disziplinen waren durchaus anspruchsvoll und richteten sich nach Altersgruppen. Am Nachmittag startete dann das Spiel ohne Grenzen im Freigelände. Acht Mannschaften à vier Teilnehmer stellten sich den Herausforderungen, die sich Wolfgang Dantl mit seiner Crew ausgedacht hatte.

Mit einem Gläschen Sekt stießen stellvertretender Landrat Richard Tischler, die Geschäftsführer des Bulmare Johannes Ortner und Reiner Beck, Bürgermeister Thomas Gesche und der Vorsitzende der Wasserwacht, Christian Jobst (v. l.), an. - Foto: Stefan Barte
Beim Spiel ohne Grenzen gaben die Mannschaften auf dem SUP-Board alles. - Foto: Stefan Barte
Die Mannschaft der FF Teublitz lief zum Spiel ohne Grenzen in die Arena des Bulmare ein. Sie war höchst motiviert. Acht Teams stellten sich den Herausforderungen, die sich Wolfgang Dantl mit seiner Crew ausgedacht hatte. - Foto: Stefan Barte
Der Surfsimulator war eine besondere Attraktion, die den ganzen Tag ausgebucht war. - Foto: Stefan Barte
Kuchenbäckerin Anna Lena Braun (r.) überraschte die Ehrengäste zusammen mit Carina Jobst mit zwei selbstgebackenen Sonderkuchen in Form der Geburtstagszahlen. - Foto: Stefan Barte

Zunächst mussten sie in Zweierteams bei einem SUP-Board-Rennen möglichst schnell und unfallfrei durch das Becken steuern, bevor sie bei einem Aufräumspiel mit den im Wasser verteilten Utensilien die Geburtstagszahl 75 legen mussten. Die Erkennbarkeit der Zahl war dabei teilweise nur mit großer Phantasie gegeben.

Anschließend war der Bau einer Kugelbahn mit Wasserrohren gefordert, mit denen Bälle transportiert werden mussten, die in einen Eimer unter Wasser gefüllt werden sollten, bis dieser genug Auftrieb erhielt und sich hob.

Jugendarbeit gelobt

Beim offiziellen Teil konnte Bürgermeister Thomas Gesche viele Stadträte und Vertreter der Nachbargemeinden begrüßen. Er hob die Erfolgsgeschichte des Bades hervor, welches ein Leuchtturm sei. Er danke dabei besonders den Mitarbeitern, die stets für einen einzigartigen Wohlfühlcharakter sorgen. Dies sei nicht nur ein Sonntagswort, bekräftigte das Stadtoberhaupt dabei seine Worte. Der Wasserwacht dankte er für die Hilfe, die sie den Menschen gebe und hob die fantastische Jugendarbeit hervor. Die Ortsgruppe zeige einen spektakulären Einsatz.

Für den Landkreis Schwandorf sprach stellvertretender Landrat Richard Tischler die Grußworte und hob die Win-Win Situation hervor, die durch die enge Zusammenarbeit zwischen den Partnern bestehe. Davon würden in erster Linie die Menschen profitieren. An diese Gedanken knüpfte auch WW-Vorsitzender Christian Jobst an. Er zeigte auf, wie viele Menschen dem Ertrinkungstot zum Opfer gefallen sind und dass dies durch entsprechende Schwimmausbildung vermeidbar wäre. Daher stelle sich für ihn die Diskussion, die Institution Bulmare in Frage zu stellen, überhaupt nicht, so seine klare Botschaft. Ebenso betonte Bulmare Geschäftsführer Johannes Ortner in seiner Rede die Wichtigkeit des Bulmares für die Stadt und sogar den Landkreis. Das Bad habe Magnetwirkung und Strahlkraft, es sei ein Markenzeichen und weicher Standortfaktor.

Parallel zu den Reden setzte im Innenbereich bereits die Poolparty ein. DJ „B2D“ aus Bruck ließ die Bässe wummern und die Wasseroberfläche bis Mitternacht vibrieren.

Höhepunkte

• Freier Eintritt: Die Einstimmung der 1750 registrierten Gäste auf das Wiegenfest erfolgte bereits an der Kasse, denn das Bulmare verzichtete an diesem Tag komplett auf den Eintritt. Stattdessen konnten die Besucher eine freiwillige Spende entrichten, die das Bulmare zu einem späteren Zeitpunkt an das VKKK Regensburg überreichen wird.

• Gaudispiel: Ein Gaudispiel erfolgte an Land auf dem Volleyballfeld, bei dem Wasserbecher auf einem Hindernisparcours transportiert werden mussten. Die Mannschaften hatten dabei viel Spaß und den Zuschauern wurde beste Unterhaltung geboten. Als geschicktestes Team kristallisierte sich die Wasserwacht Maxhütte-Haidhof heraus, die den ersten Platz belegte.