Leserbrief

Von Mittelbayerische Zeitung · 29. Juli 2025 um 21:30

„Fragen über Fragen“ zum neuen Supermarkt

Zum Artikel „Neuer Anlauf für Rewe – Brucker Markträte werden am 31. Juli nochmals über die Ansiedlung abstimmen“ in der Ausgabe vom 18. Juli erreichte uns dieser Leserbrief:

Es gleicht einem Schildbürgerstreich – da möchten die Erste Bürgermeisterin und der Zweite Bürgermeister scheinbar auf Biegen und Brechen im beschaulichen Brucker Ortsteil Mögendorf ein solches Projekt durchziehen. Im ersten Anlauf, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern, scheiterte die CSU-Fraktion. Wird nun so lange abgestimmt, bis der Plan endlich durchgewunken wird? Diese Situation erinnert stark an die Wahl des Bundeskanzlers Merz, der erst im 2. Wahlgang, nachdem hinter verschlossenen Türen beraten wurde, gewählt wurde.

Ich frage mich: braucht es in Mögendorf tatsächlich einen Lebensmittelvollsortimenter?

Was ist der Sinn hinter dieser Planung, einen Lebensmittel- und Getränkemarkt, ein Non-Food-Geschäft und einen Imbiss mitten in die Landschaft zu bauen? Sollte man nicht erst einmal versuchen, den Ortskern aufzuwerten? Gibt es tatsächlich keinerlei Alternativen zu dem Standort? Bleibt es „nur“ bei dieser einen Anlage? Oder wird dann in Mögendorf ein neues Gewerbegebiet erschlossen, sobald einmal der Flächennutzungsplan geändert wurde?

Sind da noch andere Dinge im Hinterkopf der Markträte, die der „kleine Mann“ gar nicht auf dem Schirm hat? Kann die Verkehrsplanung dahingehend umgesetzt werden, dass kein größerer Unfallschwerpunkt im Kreuzungsbereich der Staatsstraße 2150 – Ortsverbindung nach Schöngras-Mögendorf entsteht? Hält das Kanalsystem einem solchen Projekt mit dieser Flächenversiegelung stand, wo jetzt schon mehrfach im Jahr Wasserrohrbrüche im Ortsteil gemeldet werden? Fragen über Fragen, die es zu klären gäbe, bevor so ein einschneidendes Projekt umgesetzt wird.

Karin Nehmeyer, Bruck