Festbetriebe Böckl bleiben der Boss auf der Burglengenfelder Dult

Anders als in Schwandorf sind die Festbetriebe Böckl aus Schwarzenfeld in Burglengenfeld eine unumstrittene Größe. Die Stadt hat großes Interesse, dass sie zusammen mit der Schaustellerfamilie Schneider auch künftig bei der Mai-Dult für strahlende Gesichter sorgen. Die Frage war zuletzt nur: Wie lange sollte der Vertrauensvorschuss gelten?
Wie allgemein bekannt sein dürfte, ist das Burglengenfelder Volksfest seit dem Jubiläumsjahr der Stadt 2017 in der Hand von Gerhard Böckl. Der Schwarzenfelder Veranstaltungsprofi war quasi Retter in der Not, nachdem der Festwirt, auf dessen Idee die Dult zurückgeht, in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.
Gemeinsam mit der Schaustellerfamilie Schneider aus Mainburg ist es Böckl gelungen, die Mai-Dult zu etablieren. Die Burglengenfelder haben schnell Gefallen an ihrem Programm gefunden. Auch heuer waren die Besucherzahlen stark.
Es gab nur einen einzigen Bewerber
Doch auf immer und ewig gilt die Lizenz, ein Volksfest auszurichten, nicht. Dem Stadtrat bleibt es vorbehalten, alle paar Jahre neu zu entscheiden. Auch am 23. Juli war dies wieder der Fall. Für den Zeitraum 2027 bis 2030 war die Dult auf der städtischen Homepage neu ausgeschrieben worden. Gemeldet hat sich laut Verwaltung aber nur ein Bewerber: die Festbetriebe Böckl. Sie wollten die Zusage sogar gleich bis 2031.
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Nun war das Votum der Räte gefragt: Die stellvertretenden Sprecher der CSU-Fraktion, Thomas Hofmann und Markus Huesmann, räumten zwar ein, dass die Stadt mit Böckl bisher nur gute Erfahrungen gesammelt habe. Andererseits sei die Ausschreibung unglücklich gelaufen. Manch potenzieller Interessent aus Burglengenfeld habe davon möglicherweise nichts mitbekommen. Außerdem sei es ein Unding, wenn der aktuelle Rat, der schon bald Geschichte sei, den künftigen Mandatsträgern die Entscheidung bis 2030 vorwegnehme, meinte Huesmann. Klüger sei es, das Fest nur bis 2027 an Böckl zu vergeben. Darüber hinaus möge das neue Gremium entscheiden.
Schließlich kam es zu einem Kompromiss
Ähnlich äußerte sich 2. Bürgermeister Josef Gruber (CSU). „Nichts gegen Herrn Böckl. Er macht das hervorragend. Was mich stört, ist der lange Vergabezeitraum.“ Man solle sich auf einen Kompromiss verständigen. Gregor Glötzl, Sprecher der BWG, sah es genau so. Vier Jahre hielt er für zu viel, ein Jahr für zu wenig. Letzteres wäre dem Wirt gegenüber „unfair“.
Im Namen der Fraktionsgemeinschaft von SPD, Grünen und Die Linke erklärte 3. Bürgermeister Sebastian Bösl, er würde Böckl auch für vier Jahre den Zuschlag erteilen, denn der Schwarzenfelder habe das Fest bisher stets hervorragend organisiert – und es sei ja völlig normal, Entscheidungen zu treffen, die für mehrere Jahre Gültigkeit haben sollten. Außerdem, so gab Bösl zu bedenken, müssten Bands „weit im Voraus gebucht werden“. Huesmanns Idee, die Dult nur bis 2027 zu vergeben, sei daher „nicht sinnhaft“.
Der CSU-Rat rückte darauf hin von seiner ursprünglichen Forderung ab. Auch zwei Jahre finde er „o.k.“, sagte er. Auf seinen Antrag hin wurde der Beschlussvorschlag mit 9:6 Stimmen entsprechend geändert – und der Kompromiss mit demselben Ergebnis wasserdicht gemacht.