Erfolgreiche Burgspiele: Über 3000 Besucher kamen nach Parsberg

Von Christiane Vatter-Wittl · 29. Juli 2025 um 05:00

Die Burgspiele Parsberg haben in diesem Sommer mit der Inszenierung von „Sherlock Holmes und der blaue Rubin“ erneut bewiesen, wie lebendig und publikumswirksam Freilichttheater in der Region sein kann. Spielleiter Matthias Stenkala zieht ein überaus positives Fazit.

Vor der eindrucksvollen Kulisse der Burg Parsberg entwickelte sich in diesem Sommer ein spannender Kriminalfall aus dem viktorianischen London – mitreißend gespielt von einem engagierten Ensemble und technisch auf hohem Niveau umgesetzt.

In der Titelrolle glänzte Holger Ramburger als analytischer Meisterdetektiv, Matthias Stenkala übernahm nicht nur die Regie, sondern stand auch als Dr. Watson auf der Bühne. Ergänzt wurde das Ensemble durch Tanja Gorges, Johannes Eibner, Mihriban Stigler sowie Larissa Schottenloher und Luisa Frauenknecht, die das Geschehen mit Leben füllten. Die stimmungsvolle Licht- und Soundtechnik verlieh der Aufführung zusätzlich Tiefe und Atmosphäre, der Burggarten verwandelte sich an den elf Spielabenden in einen geheimnisvollen Schauplatz voller Spannung und Überraschungen.

Über 3000 Besucher kamen nach Parsberg

„Mit über 3000 Besucherinnen und Besuchern war die Spielzeit 2025 auch ein voller Erfolg“, zeigt sich Spielleiter Matthias Stenkala äußerst zufrieden: „Das war eine sehr erfolgreiche Saison für unser Ensemble.“ Besonders erfreulich sei die große Resonanz aus Parsberg selbst: 921 Gäste kamen laut Stenkala direkt aus der Stadt – ein klares Zeichen für die starke lokale Verbundenheit.

Doch auch überregional stieß das Stück auf großes Interesse: 620 Gäste reisten aus einer Entfernung von mehr als 25 Kilometern an.

Kartenabsatz der Burgspiele um 30 Prozent gestiegen

Die Zuschauerreaktionen waren Stenkala zufolge durchwegs positiv, was sich nicht zuletzt in der gestiegenen Nachfrage bemerkbar machte. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Kartenabsatz um rund 30 Prozent – für Stenkala ein deutlicher Beleg für die gewachsene Qualität der Veranstaltungsreihe. Zum ersten Mal seit etwa 15 Jahren sei deshalb sogar eine Zusatzvorstellung angesetzt worden, berichtet Stenkala. „Mit 250 von 290 Plätzen war auch diese nahezu ausverkauft.“

Eine besondere Ehre der diesjährigen Burgspiele erwies die Autorin des Stücks, Marion Bachmann. Wie Stenkala mitteilt, reiste sie zur letzten Aufführung extra aus Duisburg an, mit knapp 500 Kilometern hatte sie die weiteste Anreise in der Geschichte der Burgspiele. „Ihre Anwesenheit unterstrich die Wertschätzung für das Ensemble und die gesamte Produktion“, freut sich Stenkala.

Stenkala: „Feste kulturelle Größe über die Region hinaus“

„Mit dieser eindrucksvollen Saison haben die Burgspiele Parsberg nicht nur ihre lokale Relevanz unter Beweis gestellt, sondern sich auch über die Region hinaus als feste kulturelle Größe etabliert“, ist sich Stenkala sicher. Die Mischung aus traditionsreichem Freilichttheater, moderner Stoffauswahl und großer Leidenschaft auf und hinter der Bühne sorge dafür, dass die Burgspiele auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Parsberger Kultursommers bleiben.