Eisenhart Challenge 2025: Ein Weltrekord vom Game-of-Thrones-Star – und weitere Bestmarken

Hafthor Björnsson hat bei der Eisenhart Challenge auf der Höllhöhe (Landkreis Cham) seinen eigenen Weltrekord im Kreuzheben verbessert. Dabei gehen weitere Höchstleistungen beinahe unter: auch der deutsche Rekord wird gebrochen, und die Amateur-Bestmarke gesprengt. Ein Konkurrent will Björnsson seinen Weltrekord sogar gleich wieder stehlen...
Hafthor Björnsson ist alter und neuer Weltrekordhalter im Kreuzheben. Statt 501 Kilo stehen nun aber 505 Kilo in den Büchern. Kampfrichter Helmut Platzer war extra auf die Höllhöhe gekomme, um den Rekord zu bestätigen. Organisator Sepp Maurer wollte jegliche Zweifel an einer eventuellen Bestmarke im Keim ersticken: „Es gibt immer Neider, die etwas finden, was angeblich nicht gepasst hat.“ Platzer hatte daher sogar im Vorfeld das korrekte Maß der einzelnen Gewichtscheiben bestätigt.
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Schon vor dem Weltrekordversuch hatte am Samstag Patrick Eibel früh deutlich gemacht, dass von ihm an dem Tag einiges zu erwarten sein würde. Und am Ende bestätigt sich Maurers Eindruck von dem Powerlifter: Der deutsche Athlet stellte mit 405 Kilo den deutschen Rekord im Kreuzheben ein.

Amateur schafft Rekord
Und schon die Amateure am Nachmittag sprengen alle Erwartungen. So schafft der Dortmunder Moritz Mader, was noch kein Amateur geschafft hat: Er hebt 400 Kilo im Kreuzliften. „Ich bin nicht zum letzten Mal hier“, schreit Mader Organisator Sepp Maurer nach seinem geglückten Versuch ins Mikrophon.

Und auch Amateur Julian Hackl – Maurer: „An dem kommt im Steinheben zurzeit keiner vorbei.“ – sorgt mit 325 Kilo im Amateur-Lifting für Aufsehen.
Box-Promis auf den Rängen
Dazwischen kommt der zweifache Box-Weltmeister Robin Krasniqi mit Frau und mit seinem Sohn auf dem Arm daher und mischt sich eine Reihe weiter vorne unter die Zuschauer, neben ihn setzt sich WBA-Europameister Jurgen Uldedaj auf seinen Platz. Ein paar Sitze weiter feuert die vierfache Titelträgerin Tina Rupprecht die Athleten vorne auf der Bühne an.
Organisator Sepp Maurer hat zahlreiche Athleten, die er in seiner Sportschule Kinema betreut, für das Spektakel auf die Höllhöhe gelockt. Direkt vor der Presse sitzt Deutschlands Top-Bodybuilder Tim Budesheim, der mit seinem breiten Kreuz im roten Eisenhart-Pullover immer wieder die Sicht versperrt, aber bereitwillig mit Fans Selfies macht.
In der Pause holt Eisenhart PR- Frau Diana Binder Fußballkommentator Bernd Schmelzer, frisch zurück von der Frauen Fußball EM, aus Maurers Kinema-Gym auf die Leinwand vor der Zuschauertribüne. Sie lässt ihn mit Budesheim und etlichen Athleten über Gewichte, Lifting und persönliche Bestleistungen fachsimpeln – und bringt ihn selbst an die Hantelstange. Schmelzer hebt spontan 55 Kilo.

Nach einem Notarzteinsatz, der glimpflich ausgeht, und einem Heiratsantrag mit Happy End sowie zahlreichen körperlichen Einsätzen der Zuschauer, die das Zeltdach über ihnen wegen des strömenden Regens vor dem Kollaps bewahren, kommen die Benchpresser auf die Bühne, unter ihnen bekannte Frauen der Szene wie Gunda Fiona von Bachhaus und Nicole Kegeler.

Ein Diebstahlsversuch am neuen Weltrekord
Vor Björnsson hatte auch zweimaliger Eisenhart-Sieger Ventsislav Dimitrov die 505 Kilo versucht – was er ohne Wertung bereits vor zwei Jahren auf der Höllhöhe geschafft hatte. Noch wichtiger: Inoffiziell schaffte der Bulgare bereits 520 Kilo im Kreuzheben. Am frühen Sonntagmorgen aber scheiterte er Minuten vor Hafthor Björnsson an dieser Marke. Nach Björnssons erfolgreichem Dead Lift bei den 505 Kilos wollte Dimitrov es sogar nach dem ausgelassenen Feiern des neuen Rekords noch einmal wissen und ließ 507,5 Kilo als letzten Lift des Tages auflegen. Doch auch die waren ihm an diesem Tag zu viel, sodass Björnssons Rekord unangetastet blieb.

Alle zwei Jahre holt Athletik-Trainer Sepp Maurer seit 2012 Stars und Amateure der Szene auf die Höllhöhe zur Eisenhart Challenge. Was als kleines, aber feines Sportevent begann, hat sich inzwischen zu einem Mekka des Kraftsports entwickelt. Das beweisen auch die explodierenden Zuschauer-Zahlen: Die gut 3500 Besucher wurden mit Shuttlebussen auf die Höllhöhe gebracht. Weil die Tickets schnell ausverkauft waren, wurde die Veranstaltung zusätzlich im Live-Stream übertragen.






