Feuerwehren verhindern Waldbrand zwischen Teublitz und Burglengenfeld

Von Josef Schaller · 20. Juli 2025 um 17:42

Zwischen Wölland (Burglengenfeld) und der Hugo-Geiger-Siedlung (Teublitz) im Landkreis Schwandorfist am frühen Sonntagnachmittag ein abgeerntetes Getreidefeld in Brand geraten. Das Feuer breitete sich schnell aus. Wegen der unmittelbaren Nähe eines Waldes war höchste Eile geboten.

Video ansehen

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Teublitz, Münchshofen, Saltendorf, Meßnerskreith, Winkerling, Burglengenfeld, Klardorf, Schwandorf und Kallmünz kämpften gegen die Flammen an. Zwei Aktive mussten aufgrund der Hitze und der Einsatzbelastung wegen Kreislaufproblemen vor Ort vom Rettungsdienst und Notarzt medizinisch erstversorgt werden. Anschließend wurden sie in eine Klinik verbracht.

Es musste nachalarmiert werden

Als Einsatzleiter Christian Nosko von der Feuerwehr Teublitz von der Einsatzleitstelle um 13.50 Uhr die Meldung über eine brennende landwirtschaftliche Maschine entgegennahm, konnte er nicht ahnen, was in den folgenden Stunden auf ihn und seine Kameraden zukommen würde. Beim Eintreffen am mitgeteilten Brandort musste er ein brennendes, abgeerntetes Getreidefeld feststellen. Die Flammen breiteten sich rasant aus. Die ursprünglich alarmierten Aktiven der Feuerwehren reichten für die Bekämpfung nicht aus. Es musste nachalarmiert werden.

Ausgelöst wurde der Brand nach ersten Erkenntnissen der Polizei von einer Strohballenpresse. Es wird vermutet, dass mit der Strohaufnahme auch ein Stein ins Messer geraten ist. Der dabei entstehende Funkenflug könnte, so die Vermutung des Landwirts, zur Flammenbildung beigetragen haben.

Die Rauchentwicklung war von Weitem sichtbar. Die Gefahr drohte, dass auch die Bäume erfasst werden. Josef Schaller - Foto: Josef Schaller

Die Einsatzkräfte mussten auf einer Fläche von rund 200 mal 80 Meter gegen die Flammen ankämpfen. Dabei gingen sie von drei Seiten vor. Dazu wurde von einem Hydranten in Wölland eine 600 Meter lange Schlauchleitung aufgebaut. Von den beiden anderen Seiten wurde mit Wasser aus den Löschfahrzeugen und mit sogenanntem Netzmittel gegen die Flammen angekämpft. Dazu wurde mit Löschfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet.

Auch Landwirte halfen mit

Zusätzlich wurden die Einsatzkräfte der Wehren von zwei Traktoren unterstützt, die mittels Eggen Schneisen in die Ackerfläche einbrachten, um die Ausbreitung der Flammen zu verlangsamen. Es bestand große Gefahr für einen angrenzenden Wald. Die Flammen waren bereits bis zum Waldrand vorgedrungen.

Doch nach etwa einer Stunde konnte Nosko Entwarnung geben. Der Brand war unter Kontrolle. Allerdings gab es zahlreiche Glutnester, um die sich die Aktiven kümmern mussten. Auch der Wald wurde nach derartigen Gefahrenstellen abgesucht.