Bundeswehr trifft Blaulicht auf der Schießanlage in Roding

„Gemeinsam stark, einsatzbereit, vernetzt und verbunden“ – so lautet die Devise, die Reservistenfeldwebel Thomas Klapper am Samstag auf der Schießanlage Roding ausgegeben hat. Einen Tag lang trifft Bundeswehr Blaulicht.
Oberstleutnant Michael Weiß verkürzt als Gesamtleiter auf das Wichtigste: „Gehörschutz muss rein, der Finger bleibt lang und die Munition da!“ Gut gerüstet durch eine Einweisung an Pistole P8 und Sturmgewehr G 36 dürfen die Gäste aus allen Organisationen des Katastrophenschutzes dann aber doch den Finger krumm machen.
Spannender Tag bei 30 Grad
Jeder beeindruckt an diesem Tag mit einer Präsentation modernster Katastrophenschutz-Ausrüstung. Feuerwehren, BRK, Malteser THW, Polizei, Wasserwacht, aber auch Behördenvertreter sind da. Und alle erleben – wenn auch bei glutheißen 30 Grad – einen spannenden Tag.
Auch auf dem Standortübungsplatz gab es Action: So zeigte der Unimog des THW, dass es in Sachen Geländegängigkeit für ihn kaum Grenzen gibt. Solche Grenzen entdeckt mancher dann, wenn er hinter dem riesigen Greifarm des Spezialfahrzeuges sitzt, das von einem THW-Tieflader antransportiert worden war. Gar nicht so einfach... Auch Rettungsdienste und Polizei bieten Einblick in Spezialfahrzeuge und zeigen neueste Ausrüstung.

Der Gruppentransportpanzer Boxer ist ebenfalls den ganzen Tag über unterwegs. Jeder will mal mit, weil sich herumgesprochen hatte, dass der 25-Tonner seine 720 PS und satte 103 Kilometer pro Stunde recht aufsehenerregend ins Gelände bringt.
Im scharfen Schuss
Eine einmalige Gelegenheit ist für die Gäste der scharfe Schuss mit Pistole und Sturmgewehr. Dann zeigen die Profis, wie der Ernstfall trainiert wird: in der Vorwärtsbewegung auf kurze Distanz. Trotz der Dynamik gibt es anschließend beeindruckende Trefferbilder auf der Scheibe.
Oberstleutnant Ganslmeier, in Niederbayern und Oberpfaz für Reservistenangelegenheiten zuständig, zeigt Optimismus: Nachdem zunächst 2011 als „zweitbeste Entscheidung“ der Wehrdienst ausgesetzt worden ist, gibt es jetzt wieder eine Aufwärtsbewegung für die Reservisten. Die Oberpfalz stellt übrigens von 35 000 Reservisten bundesweit 4500. „Jeder Staat ist nur so stark, wie Menschen bereits sind, für ihn einzustehen“, so Ganslmeier.



