Bundeswehr trifft Blaulicht auf der Schießanlage in Roding

Von Johannes Schiedermeier · 21. Juli 2025 um 05:00

„Gemeinsam stark, einsatzbereit, vernetzt und verbunden“ – so lautet die Devise, die Reservistenfeldwebel Thomas Klapper am Samstag auf der Schießanlage Roding ausgegeben hat. Einen Tag lang trifft Bundeswehr Blaulicht.

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Oberstleutnant Michael Weiß verkürzt als Gesamtleiter auf das Wichtigste: „Gehörschutz muss rein, der Finger bleibt lang und die Munition da!“ Gut gerüstet durch eine Einweisung an Pistole P8 und Sturmgewehr G 36 dürfen die Gäste aus allen Organisationen des Katastrophenschutzes dann aber doch den Finger krumm machen.

Spannender Tag bei 30 Grad

Jeder beeindruckt an diesem Tag mit einer Präsentation modernster Katastrophenschutz-Ausrüstung. Feuerwehren, BRK, Malteser THW, Polizei, Wasserwacht, aber auch Behördenvertreter sind da. Und alle erleben – wenn auch bei glutheißen 30 Grad – einen spannenden Tag.

Auch auf dem Standortübungsplatz gab es Action: So zeigte der Unimog des THW, dass es in Sachen Geländegängigkeit für ihn kaum Grenzen gibt. Solche Grenzen entdeckt mancher dann, wenn er hinter dem riesigen Greifarm des Spezialfahrzeuges sitzt, das von einem THW-Tieflader antransportiert worden war. Gar nicht so einfach... Auch Rettungsdienste und Polizei bieten Einblick in Spezialfahrzeuge und zeigen neueste Ausrüstung.

Auch Ausprobieren gehörte zu den Attraktionen dieses Tages. Es war gar nicht so einfach mit dem langen Arm des THW an den Baumstamm zu kommen. - Foto: Johannes Schiedermeier

Der Gruppentransportpanzer Boxer ist ebenfalls den ganzen Tag über unterwegs. Jeder will mal mit, weil sich herumgesprochen hatte, dass der 25-Tonner seine 720 PS und satte 103 Kilometer pro Stunde recht aufsehenerregend ins Gelände bringt.

Im scharfen Schuss

Eine einmalige Gelegenheit ist für die Gäste der scharfe Schuss mit Pistole und Sturmgewehr. Dann zeigen die Profis, wie der Ernstfall trainiert wird: in der Vorwärtsbewegung auf kurze Distanz. Trotz der Dynamik gibt es anschließend beeindruckende Trefferbilder auf der Scheibe.

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Oberstleutnant Ganslmeier, in Niederbayern und Oberpfaz für Reservistenangelegenheiten zuständig, zeigt Optimismus: Nachdem zunächst 2011 als „zweitbeste Entscheidung“ der Wehrdienst ausgesetzt worden ist, gibt es jetzt wieder eine Aufwärtsbewegung für die Reservisten. Die Oberpfalz stellt übrigens von 35 000 Reservisten bundesweit 4500. „Jeder Staat ist nur so stark, wie Menschen bereits sind, für ihn einzustehen“, so Ganslmeier.

Und wieder geht eine Gelbe Schleife als Zeichen der Verbundenheit mit den Soldaten ins Ausland – diesmal nach Litauen. Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl (mitte) lobte mit Vertretern der teilnehmenden Organisationen den Einsatz der Beteiligten und den kameradschaftlichen Geist des Treffens. - Foto: Johannes Schiedermeier
Die Sieger beim Wertungsschießen mit Pistole und Sturmgewehr (von links): Kreisbrandinspektor Marco Greil (2. Platz), Siegerin Susanne Heiland (Bundeswehr) und Bernd Konrad (Platz 3, Polizei) - Foto: Johannes Schiedermeier
Reservisten und Zivilisten hatten beim Gästeschießen Gelegenheit, auf 200 Meter das optische Visier des G36 mit dreifacher Vergrößerung zu testen, und alternativ mit zwei offenen Augen (links visiert das Ziel, rechts bringt durch das Visier den Infrarotpunkt auf die Scheibe) zu zielen. - Foto: Johannes Schiedermeier
Beim Antreten der 135 Teilnehmer fanden sich viele wieder, die sich aus dem Katastrophenschutz gut kennen, wo zu extremen Ereignissen auch die Reservisten zum Dienst gerufen werden. Jeder präsentierte an diesem Tag seine beste Ausrüstung. - Foto: Johannes Schiedermeier