Polizei in Österreich nimmt Raser aus dem Bayerwald Motorrad und Führerschein

Viel zu schnell unterwegs war ein Biker aus dem Bayerwald in Oberösterreich: Mit Tempo 199 donnerte der Mann aus Innernzell (Landkreis Freyung-Grafenau) am Samstag in der Nähe des Attersees über eine Landstraße. Motorrad und Führerschein sind nun weg.
Wie die Polizei mitteilte, führte eine Streife gegen 11 Uhr auf der Kobernaußerwaldstraße L508 in Pöndorf – Geschwindigkeitsmessungen durch. Dort sind nach Angaben der Beamten 100 km/h erlaubt. Der 40-Jährige war aber fast doppelt so schnell von Ried kommend in Richtung Schneegattern unterwegs. Eine Tempomessung habe 199 Stundenkilometer ergeben.
Dem Mann wurde daraufhin der Führerschein abgenommen und auch das Motorrad vorläufig beschlagnahmt. Laut Polizei handelt es sich um ein stark motorisiertes Ducati-Modell. Ob der Bayerwaldler dieses jemals wieder zurückbekommt, entscheide die örtliche Bezirkshauptmannschaft.
In Österreich können Fahrzeuge von Rasern versteigert werden
Diese Behörde, vergleichbar mit dem deutschen Landratsamt, hat auch die Option, das Gefährt versteigern zu lassen. Seit März 2024 können extreme Raser in Österreich auf diesem Weg ihre Autos oder auch Motorräder verlieren. Die Regelung trifft dabei nicht nur Österreicher, sondern auch Ausländer. Falls jemand innerorts mindestens 80 km/h oder außerhalb des Ortsgebiets 90 km/h zu schnell ist, droht dieser Schritt schon beim ersten Mal. Diese Bedingungen hätte der Ducati-Fahrer aus Freyung-Grafenau mit seinem Tempo „erfüllt“.
Auch über die Strafe für den Raser entscheidet laut einem Polizeisprecher die Bezirkshauptmannschaft. Insofern konnte dieser auch noch nicht sagen, ob dem Mann nur ein Fahrverbot in Österreich blüht oder ober er auch zuhause in Deutschland seinen Führerschein verliert. Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis in Österreich geht auf alle Fälle aber auch ein Bericht an die Führerscheinstelle in Bayern.