Kindergarten auf dem Regensburger Parkhaus-Dach: Genau hinschauen

Von Juliana Ried · 19. Juli 2025 um 15:00

Die Nürnberger Kita auf dem Dach des Parkhauses eines Musikhauses baute vor zehn Jahren der Musikalienhändler, nach eigenen Angaben für 2,9 Millionen Euro. Einen großen Teil davon zahlte, wie bei Kitas üblich, der Fördergeber. Der Unternehmer sagt, das Ganze sei „kein Draufzahlgeschäft“. Das zeigt: So ein Vorhaben muss nicht „völlig unwirtschaftlich“ sein, wie die Regensburger Sozial-Bürgermeisterin Freudenstein einen Kita-Bau über dem Dachauplatz nennt.

Sicher, die Baukosten sind gestiegen, die öffentliche Hand baut tendenziell teurer. Auch die Betriebskosten sind bei einem solchen Projekt höher, um das Gelände kühl und grün genug zu gestalten. Andererseits spart sich die Stadt hier den Grunderwerb, sie muss auch nicht aufwendig eine Altstadt-Immobilie sanieren. Es ist sinnvoll, dass die Stadt diese Chance nutzen will. Alle Beteiligten müssen aber genau hinschauen, auch auf – positive und negative Erfahrungen – anderer Städte mit solchen Vorhaben. Damit es nicht teuer wird, aber gut.