Zahlreiche Feuerwehren bei Dachstuhlbrand in Sallach in Zell im Einsatz

Von Thomas Mühlbauer · 16. Juli 2025 um 07:23

Die Rauchwolke, die am Mittwochmorgen über Obersallach (Gemeinde Zell) im Landkreis Cham aufstieg war weithin sichtbar. Denn hier stand ein Dachstuhl eines Nebengebäudes, welches direkt an das Wohnhaus angebaut war, in Vollbrand.

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Die Leitstelle alarmierte um 6.35 Uhr gemäß der Alarmstufe B 3 – Dachstuhlbrand mit starker Rauchentwicklung die Wehren. Als die Ortswehr aus Schillertswiesen eintraf, fanden sie eine massive Rauchentwicklung unter dem Blechdach vor. Im Gebäude, so informierte die Polizei vor Ort, war auch die Heizungsanlage untergebracht. Vermutlich durch einen technischen Defekt an der Anlage brach der Brand aus. Durch das Blechdach staute sich die Hitze zurück, schließlich entstand dadurch offenes Feuer, welches den Dachstuhl und das Gebäude komplett in Brand setzte.

Die Wehren, vor allem mit der Drehleiter aus Roding, öffneten Zug um Zug die Dachhaut und die um das Nebengebäude befindliche Holzwand, um mit einem massiven Wasserangriff und später mit Schaummitteleinsatz das Feuer zu bekämpfen. Der Brand wurde zudem zeitgleich von mehreren Seiten im Außenangriff bekämpft. Ein weiterer Trupp der Feuerwehr startete einen Innenangriff im direkt angebauten Wohnhaus und kontrollierte hier, ob das Feuer durchschlägt. Doch wie Kreisbrandinspektor Norbert Mezei informierte, konnte das Wohnhaus vollständig gehalten werden.

Mehr Löschwasser wurde benötigt

Schnell wurde auch klar, dass mehr Löschwasser am Einsatzort benötigt wird, da der Brandort eine „Einöde“ darstellte. Aus diesem Grund wurden nach kurzer Zeit zahlreiche Feuerwehren nachalarmiert. Im Einsatz befanden sich schließlich die Wehren aus Schillertswiesen mit Einsatzleiter Thomas Gabler, Gfäll, Martinsneukirchen, Zell, Falkenstein, Roding, Süssenbach, Siegenstein, Wald, Hetzenbach und Frankenberg (Regensburg). Da sich auch schnell ein massiver Verbrauch an Atemschutzflaschen abzeichnete, wurde im Laufe des Einsatzes auch noch der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehr Furth im Wald nachalarmiert. Schließlich wurde aus zwei Oberflurhydranten und einem Weiher in der Nähe das Löschwasser entnommen und zur Einsatzstelle gepumpt.

Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Kreisbrandinspektor Norbert Mezei - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer
Dachstuhlbrand in Sallach - Foto: Thomas Mühlbauer

Wie schwer der Brand zu bekämpfen war, verdeutlichte sich auch dadurch, dass es fast eine Stunde dauerte, bis Kreisbrandinspektor Norbert Mezei davon berichten konnte, dass der Brand unter Kontrolle ist. Die Wehren öffneten nun schließlich das komplette Blechdach und entfernten dieses, um die Glutnester mit Wasser und Schaum zu bekämpfen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich so über Stunden hin.

Bewohner konnten sich rechtzeitig retten

Das Bayerische Rote Kreuz mit Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias Muhr war ebenfalls mit Einsatzkräften und Rettungswägen vor Ort. Verletzte gab es keine, da sich die Bewohner rechtzeitig ins Freie retten konnten, das BRK blieb aber vor Ort, um den Einsatz der zahlreichen Atemschutzgeräteträger abzusichern.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei vorerst auf eine niedrige sechsstellige Summe. Was genau zum Brand führte – aktuell geht man von einem technischen Defekt aus – wird die Untersuchung durch die Brandfahnder der Kriminalpolizei Regensburg zu Tage bringen.

Ehrenamtliche im Einsatz

• Feuerwehren: Schillertswiesen mit Einsatzleiter Thomas Gabler, Gfäll, Martinsneukirchen, Zell, Falkenstein, Roding, Süssenbach, Siegenstein, Wald, Hetzenbach und Frankenberg (Regensburg), Furth im Wald

• Führungskräfte: Kreisbrandinspektor Norbert Mezei, Kreisbrandmeister Michael Klinger, Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias Muhr