Vor den Schlossfestspielen in Regensburg: St. Emmeram putzt sich heraus

Oper, Weltstars, glamouröse Abende, kulinarische Hochgenüsse in den Restaurants, Promis in Regensburg, Regensburger auf der Bühne, Proteste im Umfeld von St. Emmeram und teils umstrittene Gäste im Publikum – all das gab es schon bei den Schlossfestspielen. Viel davon wird auch die Saison 2025 für die Gäste bereithalten. In welcher Form, zeigt sich ab Freitag.
Denn dann beginnt das Spektakel im Schloss, das seit Tagen von unzähligen fleißigen Händen herausgeputzt wird. Bis zum 27. Juli sind Auftritte von Weltstars wie Jonas Kaufmann, Anastacia, Gianna Nannini oder Chris de Burgh geplant. Bis es losgehen kann, hat das Team um die Produktionsleitung noch einiges zu tun. Die Bühne und die Technik stehen in großen Teilen bereits im Schlosshof. Auch die 3000 Sitze für das Publikum auf der Tribüne sind schon montiert. „Jetzt geht es ans Feinmachen“, erklärt Produktionsleiterin Raffaela Stegeli. Verkleidungen, Schilder oder Hinweise für den Notausgang müssen ab heute angebracht werden. Im Laufe des Tages kommt die Operntechnik des Nationaltheaters Brünn, die für die Premiere mit Giuseppe Verdis Nabucco vorbereitet werden will.
Oper auf Reisen
Kulisse, Requisite, Kostüme und Garderobe haben sich für morgen angesagt. Am Donnerstag steht die Generalprobe aus dem Programm. Zu den aufwendigsten Produktionen zählt Odeon-Prokurist Ludwig Söll Anastacia, Gianna Nannini und die Jedermann-Inszenierung mit Erol Sander und Hardy Krüger jr. Die Produktion von Chris de Burgh bezeichnet er dagegen als die unkomplizierteste. Nachtumbauten gebe es nach einer Prozessoptimierung nicht mehr.

Wenn die Schlossfestspiele laufen, hoffen manche Gäste, prominente Gesichter im oder um das Schloss zu entdecken. Am Tag der Premiere ist die Wahrscheinlichkeit dafür groß. Vor zwei Jahren nahmen zu diesem Anlass etwa Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Lisa Fitz oder auch die Moderatorin Uschi Dämmrich von Luttitz an den Tischen im Festspielrestaurant Platz. Ein Jahr zuvor hielten sich Anna Netrebko und Yusif Eyvazov – die für 27. Juli angekündigt sind – im Vorfeld ihres Auftritts etliche Tage in Regensburg auf. Sie posteten die Eindrücke von ihren Streifzügen durch das Welterbe auf Instagram.

Wie wichtig der Faktor Wetter bei den Schlossfestspielen ist, bekamen im vergangenen Jahr die Premierengäste zu spüren: Es hätte ein so schöner Abend mit Georges Bizets Carmen werden sollen. Dann aber türmten sich die Wolken immer höher über Regensburg auf und die Nachricht von der Absage verbreitete sich in Windeseile.
Wie wird das Wetter?
Gerade sehen die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die ersten Tage gut aus: In der Nacht zum Samstag soll es gering bewölkt oder klar sein und die Temperatur geht auf zwölf Grad zurück. „Am Samstag scheint oft die Sonne. Das Schauer- und Gewitterrisiko bleibt am Nachmittag und Abend gering“, heißt es von den Wetterexperten. Am Sonntag soll es mit 27 Grad sommerlich warm werden. Erst in der Nacht könnte laut DWD teils gewittriger Regen aufkommen.

Wer sich bei diesen Aussichten noch Karten gönnen möchte: Lediglich die Abende mit Giovanni Zarrella und Gianna Nannini sind laut Odeon Concerte bereits ausverkauft. Für Anastacia und Jonas Kaufmann seien nur noch wenige Restkarten verfügbar. Für alle weiteren Veranstaltungen aber seien noch Karten erhältlich.

Ein Flieger mit Banner, Dosenwerfen oder Demonstrationen: In den vergangenen Jahren kam es während der Schlossfestspiele zu Protestaktionen im Umfeld von St. Emmeram. Bis Montagmorgen wurden laut Juliane von Roenne-Styra, Pressesprecherin der Stadt, keine Versammlungen zum Thema Schlossfestspiele für die Dauer der Saison bei der Stadt angezeigt.