Ein Volksfest der Superlative: In Beratzhausen herrschte beste Stimmung

Von Ingrid Kroboth · 14. Juli 2025 um 19:00

Ein Beratzhausener Volksfest der Superlative ist zu Ende gegangen: Traum-Wetter und Rundum-Feierstimmung. Selbst die Polizei hatte wenig bis gar nichts zu tun. Was will man mehr?

Schon der Auftakt vor dem Anstich des ersten Festbierfasses aus der Naabecker Schlossbrauerei setzte Zeichen in Richtung Festtags-Stimmung. Die Menschen hatten offensichtlich richtig Lust auf geselliges Beisammensein – hier waren sie dafür genau richtig.

Denn es gab auch viel zu lachen in dieser Volksfestwoche: erst bei den von Martina Schwarzmann so herrlich aus dem Leben gegriffenen Geschichten. Oder auch bei den Erzählungen von Ministerpräsident Markus Söder von seinen auf die Oberpfalz beschränkten Fahrradtouren mit Albert Füracker. Bürgermeister Matthias Beer nutzte dann die Gelegenheit, um seine erneute Kandidatur für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr zu verkünden.

Ein satter Schlag reichte

Nach der traditionellen „Internen Bierprobe“ stand der offizielle Volksfest-Start am Freitag auf dem Programm: „Ozapft is“ – konnte Festwirt Daniel Feuerer verkünden, nachdem Beer den Wechsel mit einem satten Schlag ins Fassl getrieben hatte.

Wie an allen vorausgegangenen Tagen blieben der Besuch im Festzelt, beim Weintreff und der Andrang an den Fahr- und Unterhaltungsgeschäften ungebremst. Zum Seniorenempfang gab’s Schweinsbraten mit Sauerkraut und Knödel, dazu ein Halblitergetränk. Auf der Bühne sorgten die Kleinen aus Kindergarten, Schule und auch der Trachtenverein für Unterhaltung – moderiert von Herbert Gabriel und musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Beratzhausen.

Die Trachtler brauchen sich um Nachwuchs keine Sorgen machen – schon die Kleinsten tanzten am Seniorentag mit auf der Bühne. - Foto: Kroboth

Am Sonntag übernahm dann die Blaskapelle Oberpfraundorf und spielte den Kirchenzug vom Essenbügl zum Festzelt. Dort freute sich Pfarrer Johannes Christian Rahm über den – trotz heftiger Regenwarnung – „trockenen Fußes“ geklappten Einzug. Sein evangelischer Amtskollege Pfarrer Arne Langbein schaute erleichtert auf die noch leeren Biertische: die Maß gibt’s erst nach dem Gottesdienst. In seiner Festrede ging er der Frage nach „Ist Jesus Gott oder Mensch?“. Es gebe Momente im Leben, an denen der Glaube allein nicht reiche. Und doch könne man sich drauf verlassen, die heute im Dienstleistungsbereich so gerne verwendete Formel „24/7“ könne einzig auf Gott angewandt werden: „Nur er ist immer für uns da!“

Den Nachmittag bestimmten die Sportler in der Menschenkicker-Arena. Zehn Mannschaften waren gemeldet, am Ende hieß es „Saufen statt Laufen“ – aber nicht als Motto, sondern die Siegermannschaft hatte sich diesen Namen gegeben. Platz zwei belegte „Es kaliert eh“ vor den TSV-Kickerados.

Angenehme Lautstärke

Wie an allen Festtagen spielte natürlich die Musik im Festzelt wie beim Weintreff eine entscheidende Rolle. Es war für jeden Geschmack etwas dabei – mit Pop über Schlager bis zu bodenständiger Volksmusik. Löblich angemerkt wurde die zum Auftakt am Freitag nicht ganz so dröhnende Band: „Man konnte sich noch unterhalten.“ Und eine Besonderheit gab’s noch dazu: den „singenden Festwirt“ Daniel Feuerer und auch den „singenden Bürgermeister“ Matthias Beer. Beide wagten sich gemeinsam auf die Bühne zur „Bavarian Connection“.

Volksfest-Gottesdienst: Pfarrer Johannes Christian Rahm hatte auch ein paar Witze auf Lager; dahinter Pfarrer Arno Langbein und der scheidende Pfarrvikar Dr. Varghese Poulose Chiraparamban.Foto: Ingrid Kroboth

Auf MZ-Anfrage bei der Polizeiinspektion Nittendorf bestätigte PHK Michael Wurm den Beratzhausenern ein „absolut friedliches Fest“, abgesehen von ein paar Streitereien unter Alkoholeinfluss. Tatkräftig unterstützt wurden die Beamten von der ehrenamtlichen Sicherheitswacht und der im und vor dem Zelt patrouillierenden Security-Mannschaft.

Bürgermeister Beer zog dann auch eine sehr positive Bilanz: „Ich bin begeistert von dem friedlichen, durchgängig gut besuchten Volksfest. Es freut mich, dass die Beratzhausener das so gut annehmen.“

Hart umkämpft: das Menschenkicker-Turnier hinterm Zelt - Foto: Kroboth