Delikatesse beim Abensberger Krippenverein: Gäste ließen sich Ägidiwurst schmecken

Eine kulinarische Weltpremiere hat es zum 25-jährigen Jubiläum des Abensberger Krippen- und Kapellenverein St. Ägidius gegeben. Erstmals wurde die Ägidiwurst in der Ägidisemmel mit dem von Landrat und Vereinsvorsitzendem Martin Neumeyer kreierten Ägidisenf serviert.
Die würzige Wurst wurde von der Metzgerei Michael Wiesinger hergestellt. Sie beinhaltet Schweinefleisch und Kräuter. Bei der Semmel aus der Bäckerei von Michael Meier handelt es sich um ein Produkt aus Sauerteig, Roggen und gerösteten Semmelbrösel, sagte Neumeyer. Sein Senf basiert auf einem mittelscharfen Produkt. Er habe Cayennepfeffer, Himbeersirup sowie eine Geheimzutat beigemischt.
Andacht gefeiert
Die Wurst ist ganzjährig in den Betrieben in der unmittelbaren Nachbarschaft erhältlich, so der Landrat, der wie auch MdL Petra Högl und die drei Gillamoosköniginnen herzhaft in die Ägidiwurstsemmel biss. Die einzigartigen Köstlichkeiten gingen weg wie die warmen Semmeln.

Zu Beginn des ersten Ägidifests an der Gillamooskapelle fand eine Andacht vor der Kapelle am Bad Gögginger Weg statt. Begleitet wurde sie von Saitenmusik. Pfarrer Dekan Georg Birner sagte: „Wir sind im täglichen Hamsterrad.“ Hier tue Ruhe gut. Ägidus, er war Einsiedler, habe auf die Frage, was man beherzigen sollte, nur ein Wort gehabt: „Stille“. Besonders Einsiedler würden immer wieder angesprochen. Sie würden einzig dieses Wort als Ratschlag geben, sagte der Geistliche.
Modell der Kaiserkrippe
„In der Kapelle sind Wetterkerzen aufbewahrt, die jährlich an der Allersdorfer Grotte für einen guten Gillamoos entzündet werden“, berichtete Stadtrat und Referent für Kultur und Jugend Niklas Neumeyer
In der schmucken Kapelle, war erstmals ein Modell der Kaiserkrippe von Sebastian Osterrieder zu sehen. Das Ziel des Vereins war es, sie nach Abensberg zu holen. Sie steht inzwischen im Herzogskasten. Beim Ägidifest wurde das Modell erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Im Jubiläumsjahr wird es im November auch eine Jubiläumsausstellung in Abensberg geben.

Die Gründung des Vereins, der seit 25 Jahren die Stadt bereichert, ist Krippenbauer Osterrieder zu verdanken. Dass sich junge Menschen für Krippen begeistern können, das stellt der Krippenverein erfreulicherweise fest. Sein Vereinsheim mit Werkstatt ist in Sandharlanden.
Die Kapelle wurde zum 700-jährigen Bestehen des Gillamoos im Jahre 2013 errichtet. Das Kleinod ersetzt die zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgerissene Kirche St. Gilg am Moos. Eine Reliquie des Heiligen, überbracht von der Stadt St. Gilles, hat ihren Platz in der Stadtpfarrkirche. Nach einer Reise nach Südfrankreich entstand daraus eine Städtepartnerschaft. Zum Fest war auch Besuch aus der französischen Partnerstadt St. Gilles gekommen.