Tourismus: Landkreis Regensburg will Qualität steigern – 380 000 Übernachtungen

In einer wunderschönen Kulisse, nämlich der Burg Wolfsegg, präsentierte der Landkreis die Tourismuszahlen. Das passiert alles im Landkreis Regensburg und diese Angebote wurden erarbeitet und diese Angebote gibt es.
Susanne Kammerer, Sachgebietsleiterin Tourismus und Naherholung im Landkreis, gab einen detaillierten Bericht ab. Roland Frank, Bürgermeister von Wolfsegg, begrüßte die Gäste in „seiner“ Burg: „Wir müssen den Blick nach vorne richten“, meinte er. Auch Landrätin Tanja Schweiger konnte zahlreiche Teilnehmer des diesjährigen touristischen Bilanztreffens auf der Burg Wolfsegg Bürgermeister, Tourismusexperten sowie Vertreter von Freizeit- und Kultureinrichtungen begrüßen.
Trägt zur Lebensqualität bei
Gemeinsam wurde Bilanz gezogen – mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation im Tourismus. „Der Tourismus im Landkreis trägt wesentlich zur regionalen Wertschöpfung und zur Lebensqualität unserer Bürger bei. Mit intelligent vernetzten Angeboten, gezielter Sichtbarkeit und zeitgemäßer Kommunikation gestalten wir aktiv unsere Zukunft – und bleiben so dauerhaft attraktiv“, betonte die Landrätin.
Susanne Kammerer, Leiterin des Sachgebiets Tourismus und Naherholung am Landratsamt, präsentierte erfreuliche Zahlen zum Tourismusjahr 2024: „Es wurden 177 037 Gästeankünfte und 377 266 Übernachtungen in Betrieben mit mehr als zehn Betten verzeichnet – bei einer konstanten Aufenthaltsdauer von durchschnittlich 2,1 Tagen“, so Kammerer. Allerdings: Spitzenreiter in der Kategorie Aufenthaltsdauer ist die Gemeinde Barbing mit im Schnitt 4,3 Übernachtungen pro Aufenthalt. Die Zahl der Gästeankünfte blieb damit auf stabilem Niveau. Tegernheim, Donaustauf und Barbing konnten sich erneut als führende Tourismusgemeinden im Landkreis behaupten. „Insgesamt betrachtet, bleibt der Landkreis weiterhin erfolgreich auf dem Niveau vergleichbarer ländlicher Regionen in Ostbayern und ist ein sehr gefragtes Ziel“, betonte Kammerer.
Der Landkreis wurde 2024 als eine von acht bayerischen Modellregionen für das Projekt „Rollout Bayern Cloud Tourismus“ ausgewählt. Ziel ist der Aufbau einer hochwertigen, frei zugänglichen touristischen Datenbasis – zum Beispiel zu Radtouren, Wanderwegen, Veranstaltungen und Freizeitzielen.
„Wir wollen unsere Inhalte dort platzieren, wo Gäste und Einheimische suchen – mobil, digital, nutzerfreundlich. Die Bayern Cloud und unser eigenes Freizeitportal sind zentrale Bausteine, um Reichweite und Qualität gleichermaßen zu steigern“, so die Landrätin.
Das Freizeitportal unter www.landkreis-regensburg.de bietet bereits Zugriff auf über 130 Wandertipps, 40 Radtouren, 140 Freizeitangebote sowie einen gemeindeübergreifenden Veranstaltungskalender. Auch über die Audioguide-Plattform „Tralster“ werden die neun Sehenswürdigkeiten Burg Wolfsegg, Kallmünz, Landschaftskino Rohrbach, Kloster Pielenhofen, Räuberhöhle Etterzhausen, die Ruinen Donaustauf, Brennberg, Baierweinmuseum und die Ruine Ehrenfels im Landkreis multimedial erlebbar gemacht.
Donaupanoramaweg im Blick
„Zwar sind Printmedien wie das Magazin Ferien im Regensburger Land, Rad- und Wanderführer oder Burgensteigkarten weiterhin verfügbar – etwa auf Messen und online im Prospektshop perspektivisch liegt der Schwerpunkt jedoch klar auf digitalen Formaten, um Zielgruppen besser und flexibler zu erreichen“, erklärte Kammerer und fügte hinzu, dass aus einer Erhebung aus dem Jahr 2015 die Einnahmen im Tourismusbereich bei damals rund 45,1 Millionen Euro lagen. Heute dürften es noch einmal fünf Millionen Euro mehr sein.

Uwe Stanke vom Tourismusverband Ostbayern stellte aktuelle Entwicklungen bei den Projekten Donaupanoramaweg, Goldsteig, Jurasteig und Fünf-Flüsse-Radweg vor. Letzterer zählt mit zwei Millionen monatlichen Nutzerkontakten zu den reichweitenstärksten Radwegen Deutschlands.
Er umfasst fünf Etappen mit einem Rundweg von 300 Kilometern. Einkehren kann auf dem Fünf-Flüsse-Radweg in über 70 Biergärten. „Für den Jurasteig ist ein Leader-Projekt zur nachhaltigen Weiterentwicklung geplant“, verkündete Stanke.