Über 100 Einsatzkräfte: Brand im Altenheim in Reichenbach

Im Altenheim in Reichenbach im Landkreis Cham hat es am Montagabend gebrannt, wie die Polizei Cham auf Anfrage bestätigt. Circa gegen 20.30 Uhr wurde der Brand gemeldet – Ursache war ein erwärmtes Kirschkernkissen.
Zu einer Alarmmeldung, die die Leitstelle in Regensburg selten auslöst, ist es am Montagabend, gegen 20.30 Uhr, gekommen: B 5 – Brand/Rauchentwicklung im Gebäude Pflege-/Altenheim mit hoher Personenanzahl. In einer Wohngruppe bei den Barmherzigen Brüdern in Reichenbach wurde ein Brand gemeldet.
So rückten binnen kürzester Zeit über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK in den Landkreisen Cham und Schwandorf aus. Wie Kreisbrandinspektor Norbert Mezei vor Ort informierte, war in einer Küche in einer Wohngruppe deutlicher Rauchgeruch feststellbar. Die erst eintreffende Wehr aus Reichenbach ging mit Atemschutz auf die Suche und fand schließlich die Ursache.
Kirschkernkissen in Mikrowelle erwärmt
Ein Kirschkernkissen, welches in einer Mikrowelle warm gemacht wurde, hatte die Rauchentwicklung ausgelöst. Wie Mezei betonte, war kein offenes Feuer sichtbar. Die Bewohner wurden vom Personal bis zum Eintreffen der Wehren bereits in Sicherheit gebracht. Laut Mezei habe sich hier der Einsatzplan, welchen das Kloster vor ein paar Jahren erstellt hat, seinen Dienst voll erfüllt, denn in mehreren Bereitstellungsräumen im Ort warteten die Wehren auf ihren Einsatz.
Nur die wasserführenden Fahrzeuge fuhren bis zum Objekt vor. Das Kirschkernkissen und die Mikrowelle brachten die Einsatzkräfte ins Freie und belüfteten schließlich den Wohnbereich mit mehreren Hochdrucklüftern. Von Seiten der Feuerwehr leitete Einsatzleiter Benedikt Spitzer von der Feuerwehr Reichenbach das Geschehen, unterstützt wurde er dabei von Kreisbrandinspektor Norbert Mezei und den Kreisbrandmeistern Hubert Hofweber und Michael Klinger.
Über 100 Einsatzkräfte binnen Minuten vor Ort
Auch das Bayerische Rote Kreuz rückte mit einer Vielzahl an Einsatzkräften aus, unter anderem mit sieben Rettungswägen, einem Notarzt, der SEG Behandlung, der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung, dem leitenden Notarzt Dr. Enderlein, Rettungsdienstleiter Dominik Lommer sowie mit den Einsatzleitern Rettungsdienst Tobias und Sonja Muhr.
Wie Sonja Muhr informierte, wurden elf Bewohner und neun Mitarbeiter des Personals vor Ort gesichtet, konnten aber schließlich alle nach ambulanter Behandlung vor Ort verbleiben. Wie die Führungskräfte der Feuerwehr und des Bayerischen Roten Kreuzes betonten, zeigte sich hier wieder die Schlagkraft des Ehrenamtes, dass binnen Minuten über 100 Einsatzkräfte die Einsatzfahrzeuge besetzten und ausrückten.
Etliche Feuerwehren kamen zum Einsatzort
Von Seiten der Feuerwehren waren folgende Wehren im Einsatz: Reichenbach, Mainsbauern, Roding, Lambertsneukirchen, Bodenstein, Katzbach, Furth im Wald, Bergham, Nittenau, Technische Hilfswerk Roding, Altenkreith, Walderbach, Mitterdorf, Dieberg, Regenpeilstein, Hetzenbach, Wald, Neubäu, Dörfling, Ebersroith, Kirchenrohrbach, Beucherling, Wulkersdorf, Hackenberg, Zell.
Beteiligte Führungskräfte waren Kreisbrandinspektor Norbert Mezei, Kreisbrandmeister Hubert Hofweber, Kreisbrandmeister Michael Klinger, Rettungsdienstleiter Dominik Lommer, Einsatzleiter Rettungsdienst Tobias und Sonja Muhr.