Burglengenfelds Kinderstüberl ist umgezogen - und hat nun drei Mal so viel Platz wie bisher

Mit der Gründung ihres Kinderstüberls im Spätsommer 2024 hat Verena Heitzer einen Volltreffer gelandet. Der Second-Hand-Laden der 37-jährigen Arzthelferin funktioniert so gut, dass sie sich zu einer Expansion entschloss. In der Regensburger Straße 36b hat Heitzer Räume gemietet, die ihr dreimal so viel Platz für die Warenpräsentation bieten, als bisher zur Verfügung stand. Am 11. und 12. Juli, jeweils 10 bis 17 Uhr, soll es ein großes Opening geben.
Rückblende: Verena Heitzer, selbst Mutter einer Tochter, hatte durch ihr Engagement in Eltern-Kind-Gruppen sowie im Kinder-Kirche-Team von St. Josef erfahren, dass Eltern ständig auf der Suche nach Artikeln für ihren Nachwuchs sind. Denn kaum glaubt man, diesen ausstaffiert zu haben, ist er den Sachen auch schon wieder entwachsen. Andererseits werden Eltern immer wieder auch mit Artikeln beglückt, die sie gar nicht benötigen – oder die dem Kind nicht gefallen. Wo aber hin mit den Klamotten, die nicht mehr passen? Wohin mit überflüssigem Spielzeug?
Klar: Dafür haben sich landauf, landab Basare etabliert, wo ausrangiertes Material oft für einstellige Euro-Beträge umgesetzt wird. Das erschien Heitzer aber nicht genug. Ihrer Meinung nach musste es speziell für hochwertige Ware einen eigenen Markt geben, und diese Nische wollte sie besetzen.
Gesagt, getan: Unterstützt von ihrem Mann, eröffnete Heitzer im September 2024 im Keller ihres Wohnhauses Am Geisberg ihr Gebrauchtwaren-Geschäft. Hilfreich war ihr dabei der Erziehungsurlaub, in dem sich die junge Mutter noch immer befindet.
Die Resonanz war so erfreulich, dass das Kinderstüberl aus allen Nähten zu platzen drohte. Heitzer sah sich daher im Mai nach neuen Räumen um und wurde in der Regensburger Straße fündig. Dort, wo früher eine Versicherung und eine Bank angesiedelt waren, hat sie binnen weniger Wochen ihr Kinderstüberl eingerichtet. Die Räume erlauben eine großzügigere und noch gefälligere Präsentation der Artikel – und eine Ausweitung des Angebots. So liegt nun auch Umstandskleidung in den Regalen, und es ist nicht mehr erforderlich, sich nach den Jahreszeiten zu richten. Das heißt: Wer schon im Sommer nach Winterware Ausschau hält, muss nicht bis in den Herbst warten.
Das Geschäftsmodell: Eltern können bei Heitzer gut erhaltene Qualitätsware, von der sie sich trennen wollen, anbieten. Erfüllt sie gewisse Kriterien, wird sie für ein halbes Jahr zum Kauf angeboten. Besondere Artikel landen oft schnell als Bild auf diversen Online-Plattformen. Der Erlös wird fair geteilt. Termine für die Anlieferung müssen nicht mehr vereinbart werden, hierfür gelten die üblichen Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch, jeweils 9 bis 11.30 und 14 bis 17 Uhr, Donnerstag, 14 bis 17 Uhr, sowie Freitag, 9 bis 11.30 Uhr.