Pentlinger Gemeinderat hinterfragt Bauvorhaben: Großprojekt bekommt kein grünes Licht

Bei der aktuellen Gemeinderatssitzung in Pentling standen in erster Linie Bauvorhaben auf der Tagesordnung.
Los ging es mit einem Antrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage in Neudorf. Der Gemeinderat hat bereits einer Voranfrage zugestimmt. Das Grundstück wird über eine private Zufahrt erschlossen. Für die Herstellung eines Kanalanschlusses wurde bereits eine Vereinbarung geschlossen. Mit Wasser ist das Grundstück nicht erschlossen. Hierfür hat der Bauwerber mit dem Wasserzweckverband ebenfalls eine Vereinbarung abzuschließen. Das gemeindliche Einvernehmen wurde einstimmig erteilt.
Weiter ging es mit einer Bauvoranfrage für eine landwirtschaftliche Halle in Matting. Das Bauvorhaben liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes. Ob es privilegiert ist, kann derzeit noch nicht beurteilt werden. Der Antragsteller ist Nebenerwerbslandwirt und hat sein Anwesen im Hochwasser gefährdeten Bereich. Er braucht eine trockene Lagermöglichkeit, deshalb stimmte man bei zwei Gegenstimmen zu, sofern Privilegierung vorliegt.
Ein weiterer Antrag zum Bau einer landwirtschaftlichen Halle war der nächste Punkt. Das Grundstück wird jedoch aktuell vom Staatlichen Bauamt im Zuge des dreistreifigen Ausbaus der B16 überplant. Hier soll die Auffahrt auf die B16 entstehen. Dies ist dem Grundstücksbesitzer auch bekannt. Das Bauamt hat aus diesem Grund bereits das Einvernehmen verweigert. Deshalb wurde der Antrag wurde mit 19 zu eins abgelehnt. Mit der Planung ein Mehrfamilienwohnhaus mit 15 Wohneinheiten zu bauen hat sich der Gemeinderat bereits im November befasst. Auch der neue, nur wenig geänderte Antrag, wurde nach kurzer Diskussion einstimmig abgelehnt.
Der Änderungsantrag zum Neubau einer Garagenanlage mit fünf Duplexparkern und zwei Wohnmobilstellplätzen war nächster Punkt. Die Änderung beinhaltet, dass anstelle eines Satteldaches mit einem Pultdach gebaut werden soll. Die Fassadenbekleidung soll in Holzschalung erfolgen und die Konstruktion wird von Stahl- auf Holzbau geändert. Das wurde einstimmig genehmigt.
Aufgrund gesetzlicher Änderungen im Stellplatz- und Spielplatzrecht ist es notwendig für die Gemeinde, eine neue Satzung dafür zu erlassen. Die Verwaltung stellt den Entwurf der neuen Satzungen vor. Die künftigen Regelungen wurden diskutiert und der Gemeinderat entscheidet dann in einer der nächsten Sitzungen.
Bei der Verwaltung wurde ein Bürgerantrag unterschriftsberechtigten Bürgern eingereicht. Der Gemeinderat solle sich mit der Rettung des Wirtshauses Altes Tor befassen. Da es aufgrund der Erstmaligkeit eines solchen Antrags keine Erfahrungen gibt, soll die rechtliche Vorgehensweise geprüft werden. Voraussichtlicher Baustart des Glasfaserausbaus ist Anfang September. Beginn im Ortsteil Matting.
Ein Gruppe von Bürgern aus Hohengebraching wollte ihre Bedenken gegen den Bau von Windrädern in ihrem Ortsteil darlegen. Da es aber nur zu Tagesordnungspunkten Rederecht gibt war das nicht möglich. Die Sprecherin der Gruppe, Patricia Pasch, bekommt jetzt einen persönlichen Termin bei Bürgermeisterin Barbara Wilhelm um das Anliegen vorzutragen.