Regensburger Bürokratiewahnsinn auf Kosten der Bürger

Was der Regensburger DLRG passiert ist, als sie die Stadt um mehr Platz für ihre Ausstattung bat, ist nicht der erste Fall dieser Art. Die Malteser hatten bis vor Kurzem jahrelang keine Möglichkeit, den Poller am Hunnenplatz zu versenken, um schneller zu ihren Einsätzen zu kommen – dabei war das Problem in der Zwischenzeit Thema im Stadtrat, wo es von der Verwaltungsbank nur pauschal hieß, die Rettungsorganisationen könnten den Poller steuern.
Im Fall der Malteser kam Bewegung in die Sache, als die MZ darüber berichtete und die Grünen aktiv wurden. Dem Anliegen der DLRG verlieh jetzt die CSU-Fraktion mit einem Antrag öffentlichkeitswirksam Nachdruck. Dass das nötig war, ist allerdings unverständlich. Die DRLG hatte sich mit ihrer Bitte um mehr Platz an die Stadt gewandt, und zwar sogar dreifach – an zwei Ämter und an CSU-Sozialbürgermeisterin Astrid Freudenstein.
SPD-OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer erklärte nun die lange Vorgeschichte damit, der Hallenwunsch sei in der Verwaltung nicht bekannt gewesen. Von Ehrenamtlichen aber zu erwarten, ihre Wünsche bis in jedes Detail dem konkret zuständigen Ansprechpartner vorzutragen, ist zu viel verlangt – das ist Erbsenzählerei auf ihre Kosten. Im Gegenteil dürfen alle Bürger von OB, Bürgermeistern und allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung erwarten, dass ihre Anliegen zügig an die richtige Stelle gelangen – unabhängig von Position, Parteibuch und formalen Zuständigkeiten.